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64. Berlinale

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Der große Gewinner der Berlinale 2014 heißt China.

Die Jury unter dem Vorsitz des Drehbuchautoren James Schamus würdigte zwar auch den Publikumsfavoriten „Boyhood“ von Richard Linklater in der Kategorie Beste Regie sowie die US-Produktion „The Grand Budapest Hotel“ von Wes Anderson, doch gleich zwei wichtige Auszeichnungen, darunter der prestigeträchtige Goldene Bär sowie der Silberne Bär für den besten Darsteller, gingen an „Black Coal, Thin Ice“ von Diao Yinan. Ein weiterer chinesischer Film, „Blind Massage“ von Lou Ye, stand auf der Liste der Preisträger.

China ist der neue Markt schlechthin und die Volksrepublik ist auf dem besten Weg, der zweitgrößte Filmmarkt der Welt zu werden. Überall auf der Welt sind die Besucherzahlen rückläufig, nur nicht in China, da freute man sich noch vor zwei Jahren über satte 35% Steigerung. Täglich kommen im Reich der Mitte zehn neue Kinoleinwände hinzu und sollte dieses Tempo beibehalten werden, wird China 2040 über mehr Kinos verfügen als die USA.

Da vielen US-Blockbustern der Zugang zu den chinesischen Kinos verwehrt wird, setzt man im Reiche der Mitte stärker auf eigene Produktionen, und dies zahlt sich mittlerweile aus.

Noch vor Jahren galten die chinesischen Produktionen im Ausland allesamt als anspruchsvolle Kinokost für Intellektuelle, mittlerweile ist ein neuer Trend zu bemerken: Das „normale“ Kinopublikum fängt an, sich für chinesische beziehungsweise asiatische Filmproduktionen zu interessieren. Die Berlinale, die seit Jahren das neue chinesische Kino mit all seinen Facetten unterstützt, hat 2014 einmal mehr ihre Vorreiterrolle unter Beweis gestellt.