Dienstag13. Januar 2026

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Chinesen steigen bei Peugeot ein

Chinesen steigen bei Peugeot ein
(AFP)

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Die Peugeot -Familie hat Insidern zufolge dem Rettungsplan für den angeschlagenen Autobauer zugestimmt. Die Chinesen steigen in das französische Unternehmen ein.

Die Familie gab am Montagabend grünes Licht für die milliardenschwere Beteiligung des chinesischen Partners Dongfeng, wie zwei mit den Treffen vertraute Personen sagten. In der Gründerfamilie des Traditionskonzerns war der Plan umstritten. Die Familie gibt damit das Steuer aus der Hand.

Bislang hielt sie 25 Prozent an dem von ihr gegründeten Konzern und kontrollierte 38 Prozent der Stimmrechte. Nach der Kapitalerhöhung hält sie noch 14 Prozent, also etwa genau so viel wie jeweils Dongfeng und der französische Staat halten werden, wie mit den Plänen vertraute Personen sagten. Am Dienstag steht noch die Abstimmung des Verwaltungsrats von Peugeot an. Offiziell soll das Rettungspaket am Mittwoch zusammen mit der Bilanz für 2013 vorgestellt werden.

Schlechte Geschäfte

Die gefährliche Talfahrt des zweitgrößten europäischen Autobauers PSA Peugeot Citroën hatte sich auch 2013 fortgesetzt. Die Absatzzahlen des französischen Konzerns gingen nach Angaben vom Montag im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozent auf 2,82 Millionen Fahrzeuge zurück. Das Minus fiel damit zwar weniger deutlich aus als 2012 (-16,5 Prozent), im Vergleich zur Konkurrenz waren die Zahlen aber dennoch schlecht.

Als Grund für die schlechten Zahlen nannte PSA die Schwäche auf dem rückläufigen europäischen Heimatmarkt. Ein Plus von 26 Prozent bei den Verkaufszahlen in China konnte die negative Entwicklung in Europa nicht kompensieren. Wegen der Absatzkrise in Europa stecken die Franzosen in erheblichen Schwierigkeiten. Allein im Geschäftsjahr 2012 verbuchte der nach VW zweitgrößte europäische Hersteller einen Rekordverlust von 5,01 Milliarden Euro. Derzeit werden über 11.000 Jobs abgebaut.