Im Jahr 2013 hat der Anbieter von flexiblen Büroflächen die Anzahl seiner Bürozentren von zwei auf vier erweitert und will seine Aktivität im Großherzogtum auch weiterhin ausbauen.
Wer ein Büro mietet, der zieht üblicherweise in leere Räume ein, die er selbst einrichten muss. Nicht so bei Regus. Das Unternehmen mietet überall in der Welt Bürofläche an, richtet sie ein und stellt sie seinen Kunden gegen ein Entgelt einsatzbereit zur Verfügung. Der Kunde muss sich um nichts kümmern. „Plug and Play“ sozusagen. Internetleitung, Strom, Drucker und Kaffeemaschine sind bereits vorinstalliert.
Interessanter Arbeitsplatz
Besonders für kleine Unternehmen, die zum Arbeiten nicht viel brauchen außer einem Computer, kann ein solcher Arbeitsplatz interessant sein. Daneben bietet Regus Abos an, mit denen Geschäftsleute überall in der Welt Zugang zu den Büroflächen des Konzerns haben, um dort zu arbeiten, wenn sie auf Dienstreise sind. Nicht selten befinden sich diese Büroflächen auf Flughäfen oder an Bahnhöfen.
In Luxemburg ist nicht nur der Hauptsitz des an der Londoner Börse notierten Unternehmens – das Tagesgeschäft im Großherzogtum wird für den Konzern auch immer wichtiger. „Luxemburg ist ein kleines Land, mit viel Aktivität“, drückt es Philippe Canu aus. Er leitet die Geschicke des Konzerns in Luxemburg.
Bis vor kurzem wurden innerhalb des Konzerns Luxemburg und Belgien noch im Verbund verwaltet – kam man ohne einen speziellen Manager für Luxemburg aus. Im letzten Jahr allerdings hat Regus mit zwei weiteren „Office Centers“ (Bahnhofsviertel und Flughafen) die Zahl seiner Standorte in Luxemburg verdoppelt. „Wir haben mittlerweile ein richtiges Netz in Luxemburg“, so Canu. Mindestens zwei weitere Bürozentren – eines im Westen des Landes und eines in Esch/Belval, sind im Gespräch, erzählt er gegenüber dem Tageblatt. Die Büroflächen des Konzerns in Luxemburg sind derzeit zu 85 Prozent vermietet.
Flexible Mietverträge
Den großen Erfolg erklärt sich Canu gerade durch die Krise. Die Unternehmen wollen oder müssen sparen. Mit Regus, so glaubt Canu, können die Unternehmen genau das tun. Die Mietverträge bei seinem Unternehmen sind sehr flexibel und haben mitunter kurze Laufzeiten von 12 oder 24 Monaten, erklärt er. Wenn die Unternehmen wachsen oder ein Büro im Ausland brauchen, lässt sich das schnell organisieren. Außerdem müssen die Kunden sich um nichts kümmern, da bereits alles angemeldet und eingerichtet ist. Die Unternehmen schätzten aber auch die Gemeinschaft innerhalb der Office Centers, so der Manager, der ursprünglich aus der Hotelbranche stammt. An der Kaffeemaschine oder im Gemeinschaftsbereich entstünden oft Gespräche, die schnell zu Geschäftsbeziehungen werden können. Es soll sogar einige Dienstleister, wie etwa Übersetzungsfirmen, geben, die sich extra aus diesem Grund die Regus-Office-Zentren als Arbeitsplatz aussuchen.
Virtuelle Büros aber bietet Regus laut Canu ausgerechnet in Luxemburg nicht mehr an. Unter dem Begriff versteht man kleine Büros, die Unternehmen sich anmieten, um eine Adresse in Luxemburg zu haben, wodurch sie ihre Steuern optimieren können. „Wir wollen damit nichts zu tun haben. Wir wollen Kunden mit richtiger Geschäftstätigkeit“, sagt Canu. In Luxemburg verfügt Regus heute über vier Zentren mit insgesamt 550 Arbeitsplätzen. Weltweit hat der Konzern über 1.800 Bürozentren in 600 Städten. Regus ist in rund 100 Ländern aktiv. Zuletzt eröffnete ein Office Center in Nepal. 2012 machte der Konzern einen Umsatz von 1,25 Milliarden Pfund.
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