Kaum rückt der Gerichtsterin für die beiden Prinzen Jean und Guillaume näher, wird die Nervosität um die beiden Adligen größer. Am Donnerstag hatte Staatsanwalt Georges Oswald ein Schreiben von Generalstaatsanwalt Roby Biever vorgelesen. Biever hatte von dem früheren Diplomaten Henri Etienne einen Brief mit brisantem Inhalt erhalten. Am 13. Februar war Etienne mit seiner Frau den ehemaligen Generalstaatsanwalt Camille Wampach im Altersheim besuchen. Bei einem Essen ging es um das Thema Bommeleeër. In diesem Zusammenhang soll Wampach Prinz Guillaume als einen der Täter genannt haben.
Am Freitag stellt Henri Etienne in einem Schreiben an die Kollegen von Wort.lu klar, dass Wampach lediglich von einem Prinzen, also keinen Namen, sprach. Er spricht in seinem Schreiben von einem «Irrtum». Es sei Aufgabe der Ermittler herauszufinden, wer mit «Prinz» gemeint sei, so Etienne weiter.
Henri Etienne muss kommende Woche, am Dienstag (25. Februar) vor Gericht als Zeuge auftreten. An diesem Tag steht auch ex Premier Jean-Claude Juncker im Zeugenstand. Die beiden Prinzen Jean und Guillaume kommen am 27. Februar an die Reihe.
Zu Demaart
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