Am Diensttag (25.02.14) steht im EU-Parlament in Straßburg das vierte Eisenbahnpaket auf der Tagesordnung, durch das der inländische Schienenpersonenverkehr in der EU liberalisiert und integrierte Betriebe, wie die CFL, fragmentiert werden sollen. Die Infrastruktur und der Betrieb sollen fortan getrennt werden. Gegen eine solche neoliberale Politik setzen sich Gewerkschaftler in ganz Europa zu Wehr.
Durch eine Öffnung des inländischen Marktes befürchten die Eisenbahner einen Konkurrenzkampf, bei dem es nur um den Profit gehe. Sicherheit und guter Service blieben dabei im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke. Es könne nicht sein, dass multinationale Unternehmen nach Luxemburg kämen, um sich hier die Rosinen aus dem Kuchen zu picken. Zugunfälle wie in den vorigen Jahren sieht der Präsident des Landesverbandes, Guy Greivelding, eindeutig als direkte Konsequenz einer Bahnpolitik, die nur auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtet ist. Der öffentliche Transport dürfe nicht auf Gewinn zielen.
Liberalisierung bedeutet Stellenabbau
Konkurrenz bringe auch Lohn- und Sozialdumping mit sich, nicht nur im Bahnbetrieb selbst, sondern auch in den Betrieben, die daran hingen, wie. z.B. Wartungsbetriebe. Nicht zuletzt fürchten die Eisenbahner auch um ihre Arbeitsplätze, denn Liberalisierung bedeute auch Stellenabbau. Durch die Einführung eines Mindestdienstes im Falle eines Streiks grenze das vierte Eisenbahnpaket zusätzlich das Streikrecht ein, sagen die Eisenbahner.
In einer symbolischen Aktion hinderten die Gewerkschaftler nach der Kundgebung vier Züge während zehn Minuten am Verlassen des Bahnhofs, um die Fahrgäste darauf aufmerksam zu machen, dass bei einer weiteren Liberalisierung der Bahn, sich auch der Kundendienst verschlechtere.
Zu Demaart
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