An diese Volksbefragung gekoppelt sind im Vorfeld die Veröffentlichung einer detaillierten Broschüre und Aufklärungsversammlungen in allen Orten beider Gemeinden.
In der Gemeinde Simmern, die um 18.00 Uhr tagte, sprachen sich vier der sieben Ratsmitglieder für eine Fusion aus, ein Rat stimmte dagegen und zwei Volksvertreter, darunter die Erste Schöffin Astrid Mosel, enthielten sich.
Bürgermeister Serge Hoffmann gab, sichtlich enttäuscht, zu verstehen, dass es unter diesen Umständen nicht sinnvoll sei, die Prozedur fortzusetzen. Simmern hatte Anfang 2012 die Initiative ergriffen, um über eine eventuelle zukünftige Fusion zwischen beiden Gemeinden zu diskutieren. Im Dezember 2012 gaben die zwei Gemeinderäte den Schöffenräten den Auftrag, die Möglichkeiten von einem Zusammenschluss zu studieren.
Serge Hoffmann: „Alles umsonst“
Von Januar bis Juli 2013 wurden die Stärken und Schwächen analysiert, ein konkretes Konzept ausgearbeitet und beidseitig diskutiert und finalisiert.
Am 13. September dann wurde offiziell über das Fusionsprojekt und die Prozedur abgestimmt. In der Gemeinde Hobscheid wurde unisono dafür gestimmt, derweil es in Simmern schon damals eine Gegenstimme und zwei Enthaltungen gab.
Der Slogan „Méi staark zesummen, eng Perspektiv fir d’Zukunft“ sei durch diese unfaire Haltung null und nichtig geworden und die viele Mühe umsonst gewesen.
Prozedur einstimmig gestoppt
Der Hobscheider Rat sprach sich einstimmig aus, die Fusionsprozedur zu stoppen.
Am 5. Februar hatte der Steinforter Bürgermeister Jean-Marie Wirth in einer Gemeinderatssitzung die staatliche Initiative zur Klassifizierung des 275 ha großen Areals „Schwaarzenhaff/Jongebësch“ in ein Naturreservat vorgestellt.
Ein Teil des Geländes liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Hobscheid, wegen etlicher Einschränkungen sowie unklarer Richtlinien wurde dem Vorhaben eine klare Absage erteilt und die Klagen vieler Eigentümer an die zuständigen Instanzen weitergeleitet.
Zu Demaart
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