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Europäer wollen mehr Transparenz

Europäer wollen mehr Transparenz

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Bei den umstrittenen Freihandelsverhandlungen mit den USA pochen die Europäer auf mehr Transparenz in Washington.

Die EU dringe in Gesprächen darauf, dass auch US-Texte zugänglicher würden, sagte EU-Handelskommissar Karel De Gucht am Freitag in Athen nach einem informellen Treffen der zuständigen EU-Minister.

«Es gibt keine Transparenz-Mangel auf der europäischen Seite», sagte der Belgier. Die Verhandlungsdokumente gingen an den EU-Ministerrat – dort sind die EU-Staaten vertreten – und an das EU-Parlament. Auch Mitgliedstaaten bekämen die Unterlagen, die dann an nationale Experten weitergeleitet werden könnten.

800 Millionen Menschen

EU und USA verhandeln seit Mitte vergangenen Jahres über die Schaffung der weltweit größten Freihandelszone mit 800 Millionen Menschen. De Gucht hatte mehrfach Befürchtungen von Kritikern zurückgewiesen, dass mit dem Handelspakt europäische Standards beim Umweltschutz oder bei Lebensmitteln angetastet werden könnten. So sei das Verbot von Hormonfleisch in Europa nicht in Gefahr.

«Die Debatte sollte auf Fakten beruhen, nicht auf Spekulation(…)», so De Gucht in Athen. Die Minister seien sich einig gewesen, dass die Bedeutung des Handelspakts besser erklärt werden müsse. Die Kommission führt die Verhandlungen, die noch mehrere Jahre dauern dürften, im Auftrag der EU-Staaten. Konkrete Beschlüsse wurden bei dem Minister-Treffen nicht gefällt. Am 10. März wird die vierte Verhandlungsrunde der Unterhändler in Brüssel beginnen.