Dienstag13. Januar 2026

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Unentschieden der schönen Sorte

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FUSSBALL - 3.885 zahlende Zuschauer machten das Testspiel zwischen Luxemburg und Kap Verde zu einem kleinen Volksfest. Zum dritten Mal nach 2002 und 2008 trennten sich beide Teams unentschieden.

Beide Mannschaften hatten einige gute Chancen, zeigten sich jedoch nicht kaltschnäuzig genug vor dem Tor. Luxemburg durfte sich vor allem beim glänzend aufgelegten Torhüter Jonathan Joubert bedanken.

„Etwas Neues“ wollte Luc Holtz gegen Kap Verde präsentieren und setzte es in die Tat um. Die „Roten Löwen“ liefen gegen die „Blauen Haie“ in einem 3-1-4-2-System auf. Die erste richtig dicke Chance ging nach 3′ auf das Konto der Luxemburger. Payal eroberte sich den Ball, gab zu Gerson weiter, der Joachim in die Gasse schickte. Doch vor dem Tor versagten dem Waalwijk-Profi die Nerven und sein Schuss ging drüber. Sehr schnell stellte sich das neue System als tückisch heraus. Immer wieder versuchte der Gegner, über die Flügel zu kommen. Dort entstanden Riesenlöcher. Laurent Jans rannte das Spielfeld auf und ab, ohne etwas an der Situation ändern zu können. Über seine Seite machte Heldon mächtig Dampf, so dass Jans bereits mit hochrotem Kopf über den Platz lief. Er war gegen den Star der Insulaner auf sich alleine gestellt.

Trotz dieser phasenweise Überlegenheit hatte Luxemburg durch einen Freistoß von Jänisch eine weitere gute Chance. Zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff hatten die Kapverdier ihre beste Phase und waren nah dran am Führungstreffer. In der 35. ging zunächst ein Freistoß von Babanco knapp über das Tor von Joubert. Mit dem Halbzeitpfiff feuerte Varela eine Direktabnahme knapp über den Kasten.

Taktische Umstellungen

In der zweiten Hälfte bot sich den vornehmlich kapverdischen Zuschauern ein ganz anderes Bild. Luc Holtz stellte taktisch einige Male um und bekam somit Heldon in den Griff. Jans vermied zunächst Ausflüge nach vorne und konnte sich dadurch aufs Verteidigen konzentrieren.

Wieder ging die erste Chance auf das Konto der FLF-Auswahl. Nach einer Flanke von da Mota hob Joachim ab, doch sein Seitfallzieher rollte knapp am zweiten Pfosten vorbei. Beim direkten Konter wenige Sekunden nach dieser Aktion hatten die Kapverdier die Führung auf dem Fuß. Djaniny tauchte auf einmal alleine vor Joubert auf, doch der 34-jährige Keeper reagierte glänzend. In der 58. dann die nächste Chance für die Gäste. Schnell stolperte und Heldon hatte freie Bahn, doch wieder war Joubert zur Stelle. Die Konkurrenz durch Anthony Moris scheint sich bereits jetzt als förderlich herauszustellen.

Teufelskerl Joubert

Luxemburg präsentierte sich in der zweiten Halbzeit deutlich wacher und jagte dem Weltranglisten-27. viele Bälle ab. In der Abwehr war Maxime Chanot Herr der Lage und wagte sogar einige gefährliche Ausflüge nach vorne. 20 Minuten vor Schluss wäre ein dicker Klops von Jänisch fast bestraft worden. Der Differdinger passte im Fünfmeterraum Mendes den Ball quasi in die Füße, doch wieder stand Teufelskerl Joubert seinen Mann.

In der Schlussphase drückten die „Roten Löwen“ noch einmal auf das Tempo. Richtige Großchancen sprangen aber nicht mehr raus. Drittes Spiel gegen die Kapverdier, drittes Unentschieden und Maxime Chanot ist weiterhin ungeschlagen als Nationalspieler.

Mehr zum Testspiel lesen Sie in der Tageblatt-Donnerstagausgabe (6. März 2014), sowie als e-Paper.