Nach der Fusion hätte das Unternehmen einen Jahresumsatz von 4,6 Milliarden US-Dollar (3,3 Mrd Euro), wie Chiquita und Fyffes am Montag mitteilten. Durch den Zusammenschluss will der neue Konzern namens ChiquitaFyffes von 2016 an 40 Millionen Dollar pro Jahr an laufenden Kosten sparen. Neben Bananen vertreiben beide Konzerne auch andere Obstsorten sowie unter anderem fertig zubereitete Salate. Gemeinsam wäre ChiquitaFyffes mit rund 32.000 Mitarbeitern in mehr als 70 Ländern aktiv.
Die Europäische Union ist der größte Konsument und Importeur von Bananen in der Welt. Im Jahr 2011 wurden etwa 5,2 Millionen Tonnen in der EU konsumiert. Davon wurden etwa 4,6 Millionen Tonnen importiert. Etwa 611.000 Tonnen wurden innerhalb der EU – zum Beispiel auf den zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln – produziert. Etwa 70 Prozent der in der EU verkauften Bananen kommen aus zentral- und südamerikanischen Ländern, vor allem Ecuador, Kolumbien und Costa Rica. Knapp 20 Prozent liefern afrikanische, karibische und pazifische Staaten wie Dominikanische Republik, Kamerun und Elfenbeinküste.
Jahrelanger Streit
Fast 20 Jahre lang dauerte ein Streit um Einfuhrzölle der EU für Bananen aus Ländern Lateinamerikas. Nach einer grundsätzlichen Einigung im Jahr 2009 wurde im November 2012 bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf mit dem Austausch der Vertragsdokumente zwischen der EU und zehn lateinamerikanischen Staaten der offizielle Schlussstrich unter den Handelskonflikt gezogen. In der EU werden nun Einfuhrzölle auf lateinamerikanische Bananen schrittweise gesenkt – von 148 Euro je Tonne (2009) über aktuell 132 Euro je Tonne bis auf 114 Euro im Jahr 2017.
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