«Wer innerhalb des Schengenraums reist, wird nicht kontrolliert,» erklärt Polizeisprecher Vic Reuter am Dienstag gegenüber Tageblatt.lu. Kontrolliert wird allerdings die Gültigkeit des Dokuments sowie das Lichtbild. Bewohner aus Drittstaaten werden am Findel genauer unter die Lupe genommen. Hier werden die Pässe gescannt und mit Fahndungslisten abgeglichen. Sporadisch fallen darunter aber auch Bürger aus dem Schengen-Raum. Dies entspricht den Vorgaben des Schengener Abkommens.
Weltweit gelten derzeit 39 Millionen Pässe als vermisst. Sie werden in der «Stolen and Lost Travel Documents»-Datenbank, kurz SLTD, aufgeführt, erklärt Reuter. Das System wurde nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf die Beine gestellt, um Kriminellen den Umgang mit gestohlenen Papieren zu erschweren. Auch Luxemburg hat Zugriff auf diese Daten.
Zwar wird die Datenbank 800 Millionen Mal im Jahr aufgerufen, allerdings entfallen alleine auf die USA fast ein Drittel (250 Millionen) der Zugriffe, wie es von Interpol in einer aktuellen Mitteilung heißt. Solange nicht mehr Länder die Daten nutzen, werden es wohl noch mehr Passagiere mit geklauten Pässen in internationale Flüge schaffen, heißt es weiter.
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