Viel Geduld müssen Autofahrer am Freitagmorgen rund um Esch/Alzette mitbringen. Infolge des Erdrutsches in der Nacht zum Freitag wurden zahlreiche Straßen gesperrt, darunter zeitweise die Escher A4. Bereits vor 6 Uhr bildeten sich auf der Umleitungsstrecke lange Autoschlangen.
An der A13 standen seit kurz nach 7 Uhr Autofahrer in Richtung Schengen, zwischen Petingen und Esch, zeitweise auf einer Länge von bis zu 9 Kilometern im Stau. Die Polizei regelte seit den Nachtstunden den Verkehr vor Ort.
Am Freitagmorgen werden Statiker an der Stelle des Erdrutsches erwartet. Das Centre d’Education Différenciée, in der Nähe des Unfallortes bleibt am Freitag geschlossen.
Straße angehoben, Bäume umgeknickt
Gegen 21.30 Uhr meldete ein Autofahrer, dass die rue de Mondercange durch einen Erdrutsch blockiert sei. Im Laufe der Nacht rutschte immer mehr Schutt und Boden nach. Die Wucht der Steinlawine in der Rue de Mondercange war so heftig, dass sich die Stra?e anhob und Bäume mit einem lauten Knacken abbrachen. «Aus bisher ungeklärten Ursachen haben sich Risse auf der Schlakendeponie neben der Stra?e auf getan und den Erdrutsch verursacht», erklärte Guy Bernar, der Einsatzleiter der Escher Feuerwehr.
Da immer mehr Schutt nachkam und ein Strommast unter den Lasten der Steinlawine drohte auf die Autobahn zu fallen, traf sich nach Mitternacht ein Krisenteam, um über weitere Schritte zu entscheiden. „Die angrenzende Autobahn in Richtung Esch bleibt vorrübergehend für den Verkehr geschlossen sowie die Schule in der Rue de Mondercange“, so Vic Reuter, Pressesprecher der Polizei vor Ort gegenüber Tageblatt.
Schlackenhalde
Laut Polizei ist nach ersten Erkenntnissen eine Schlackenhalde Ursache für den folgenreichen Erdrutsch. Die dortigen Erdmassen sind aus bisher ungeklärter Ursache in Bewegung geraten, heißt es in einer Mitteilung in der Nacht zum Freitag.
Die Felsen kamen auf einer Fläche von etwa 150 Meter runter. Niemand wurde dabei verletzt. Ein LKW, der sich in der Nähe der Unfallstelle befand, wurde leicht beschädigt, berichtet die Polizei. Vor Ort weilten die Feuerwehren aus Esch und Mondercange sowie die Polizei.
Zu Demaart





















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