Mittwoch14. Januar 2026

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Gefängnis wartet auf Hoeneß

Gefängnis wartet auf Hoeneß
(dpa/Symbolbild)

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Ein Gefängnis in der bayerischen Pampa wird demnächst Adresse des prominenten Häftlings Uli Hoeneß. Man bereitet sich dort auf den Medienansturm vor.

Die 50 Kilometer westlich von München entfernte Justizvollzugsanstalt in Landsberg am Lech hat für den 31. März zur Informationsveranstaltung für Medienvertreter eingeladen. Die Leitung zeigt Journalisten ausgewählte Teilbereiche wie Unterkünfte, Arbeits- und Freizeiträume. Dabei sind auch Foto- und Filmaufnahmen möglich – in Haftanstalten die absolute Ausnahme.

Ob bei dem Rundgang auch die Zelle gezeigt wird, in der Hoeneß seine Strafe absitzen muss, geht aus der Einladung nicht hervor, gilt aber als unwahrscheinlich. Nach der Visite beantwortet die Leitung Fragen zum Strafvollzug in ihrem Haus. Der wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilte Ex-Präsident des FC Bayern München muss schon in wenigen Wochen in Landsberg einrücken.

Hitler-Knast

Das Gefängnis ist ein geschichtsträchtiger Ort. Dort saß Adolf Hitler nach seinem gescheiterten Putschversuch von 1923 an wegen Hochverrats ein. Während seiner 13-monatigen Haft schrieb er sein Pamphlet «Mein Kampf«.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die Amerikaner dort deutsche Kriegsverbrecher verurteilt und hingerichtet. Den Festungstrakt ließen sie entkernen – Hitlers Zelle gibt es daher nicht mehr. Anstelle der Zellen steht heute der Arbeitstrakt.