Die neue Generation der Boeing-Jets haben ein Software-Problem. Es handelt sich um die Modelle 747-8 und 747-8F (Frachtmaschine) mit Triebwerken von General Electric. Betroffen davon ist auch die Luxemburger Gesellschaft Cargolux. Erst im Februar hatte Cargolux angekündigt, ein weiteres Flugzeug des Typs 747-8F bei Boeing zu bestellen. Es soll im März 2015 geliefert werden. Cargolux betreibt zurzeit 9 Boeing 747-8F Frachtmaschinen und 11 Boeing 747-400-Flieger. Letztere sollen aber nach und nach durch die neueren Modelle ersetzt werden, heißt es.
Die derzeitige Software könne zu Fehlern bei der Schubumkehr und damit zu einem unkontrollierten Flugverlauf führen, teilte die FAA am Dienstag mit. Nach Aussagen von Boeing ist der Fehler bislang nie im Flug aufgetreten. Bei der Cargolux sei man über das Problem informiert worden, so die Firmensprecherin Martine Scheuren zu Tageblatt.lu. Man stehe in ständigem Kontakt mit Boeing und werde alles notwendige veranlassen, um den Software-Fehler aus der Welt zu schaffen.
Die Passagierversion der 747-8 kann bis zu 360 Passagiere transportieren. Die Nutzlastkapazität der 747-8F-Flugzeuge liegt bei 134 Tonnen. Der Jumbo konkurriert direkt mit dem Airbus A380. Dabei setzten die Amerikaner aber nicht auf eine komplette Neuentwicklung, sondern überarbeiteten ihren mittlerweile betagten Verkaufsschlager. Die 747-8 soll um 15 Prozent treibstoffeffizienter als vergleichbare Interkontinentaljets sein und 15 Prozent weniger Lärmemissionen produzieren. Die Nachfrage nach dem Modell ist jedoch deutlich geringer als von Boeing erhofft.
Zu Demaart
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