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«Wir werden noch viel Freude haben»

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OMNISPORT - Seit dem Schuljahr 2007/08 ist das Sportlycée auf Fetschenhof in Betrieb, Ende November 2012 bezogen Schüler und Verantwortliche das neue Gebäude.

Am Montag hatten die drei Partner – Sportlycée, Sportministerium und COSL – zur Pressekonferenz geladen, um Bilanz zu ziehen und in die Zukunft zu blicken.

Sportlycée

Raymond Conzemius (Direktor): «Wir sind der ‚médiateur‘, der Koordinator. Die Hauptperson in der Schule ist der Professor: Er muss den Schülern zeigen, dass es auch eine Welt abseits des Sports gibt. Ein großes Thema ist immer die Verteilung der Gesamtbelastung. Manchmal ist es schwierig, die Kalender der Schule und des Sports zu koordinieren. Der Schüler soll autonom werden und das System optimal nutzen. Er soll aktiv lernen und nicht auf Berieselung schalten. Eines möchte ich immer wieder erwähnen: Wir bereiten die Schüler im Sportlycée auf die gleiche ‚Première‘ vor. Diese ist nicht einfacher im Sportlycée. Platztechnisch hätten wir noch Luft für ein bis zwei Klassen. Momentan haben wir das Glück, noch keine Wanderklassen zu haben.»

Pascal Schaul (beigeordneter Direktor): «Wir bieten auch Unterstützung für Leute aus den ‚Centres de formation‘. Wir sind ein Service-Provider. Zur Aufnahme ist zu sagen, dass es auch Schüler im Sportlycée gibt, die nicht von einem Verband vorgeschlagen worden sind. Momentan sind es drei. Klar ist aber, dass ein sportliches Projekt vorhanden sein muss. Ich rede hier bewusst nicht von Leistungssport: Das kann man im Alter von 11 Jahren noch nicht machen. In Zukunft wird es einen Bedarf für das Internat geben, auch weil das Sportlycée kein ‚lycée de proximité‘ ist und die Schüler aus dem ganzen Land zu uns kommen. Was uns auch noch am Herzen liegt: Das Sportlycée ist nur ein Teil eines Sportler-Lebens. Die dualen Karrieren wollen wir noch vermehrt entwickeln.»

Sportministerium

Minister Romain Schneider: «Mit der neuen Sporthalle werden die Wege kürzer werden. Außerdem stehen dann mehr Möglichkeiten zur Verfügung. Wir sind aktuell dabei, mit den ‚bâtiments publics‘ zu schauen, wie wir das Projekt realisieren können. In den nächsten Wochen soll es diesbezüglich Klarheit geben. Eine andere Etappe wäre dann das Internat. Hier muss man sehen, wie auf dem INS-Gelände eine Lösung für diese Infrastruktur gefunden werden kann. Wenn man sich die Resultate der Sportlycée-Schüler anschaut, werden wir in den nächsten Jahren auf jeden Fall noch viel Freude haben.»

COSL

Präsident André Hoffmann: «Das Sportlycée ist ein Quantensprung für den Luxemburger Sport. Das Gesetz war nicht einfach auf den Weg zu bringen, da zwei Kräfte agierten. Das Sportlycée ist aber jetzt eine vollwertige Schule, nicht nur ein Lyzeum mit mehr Sport. Sport und Schule sind gleichwertige Partner. Das Sportlycée muss leben und sich weiterentwickeln. Die Koordination ist ausschlaggebend. Hier benötigt es Verständnis von beiden Seiten. Das COSL ist sehr glücklich, diesen Weg und das Feintuning zu begleiten.»