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Wer hat die Geschäfte übernommen?

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Ein Netz von 28 Geschäften hatte die Schlecker-Gruppe in Luxemburg aufgebaut. Nach der Pleite des Schlecker-Mutterhauses dann wurden die Luxemburger Geschäfte an Dayli – den Retter aus Österreich – verkauft.

Doch auch Dayli hatte den Umschwung nicht geschafft und rutschte in die Insolvenz. Alle Geschäfte – sowohl in Österreich als auch in Luxemburg – wurden geschlossen. Die Mitarbeiter wurden entlassen.

Nun versucht eine neue Firma Namens „Meng Drogerie“ ihr Glück. Laut ihrer Pressemitteilung stehen nicht näher benannte „europäische Investoren“ hinter dem erneuten Rettungsversuch. Es sei der Gesellschaft bereits gelungen, „mit einem Großteil der Eigentümer für die ehemaligen Schlecker-Märkte in Luxembourg einen neuen Mietvertrag abzuschließen“, schrieb „Meng Drogerie“ Ende letzten Monats. Noch vor Ostern sollen an diesen Standorten neue Drogeriemärkte eröffnet werden. In der Startphase würden über 60 Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz finden, so die neue Gesellschaft weiter. Bewerbungen seien ab sofort möglich.

Auf mehreren polnischen Internetseiten ist zu lesen, dass das börsennotierte polnische Unternehmen Hygienika hinter „Meng Drogerie“ steht. Die Gruppe hat bereits die ehemaligen Schlecker-Märkte in Polen übernommen und betreibt sie unter dem Markennamen Dayli weiter.

Entscheidung in sechs Monaten

Ganz in trocknen Tüchern scheint die Übernahme in Luxemburg aber noch nicht zu sein. Laut polnischen Medienberichten hat die Gruppe, gemäß der unterzeichneten Vereinbarung, nun ein halbes Jahr Exklusivität, um das neue Luxemburger Unternehmen zu studieren und dann eine endgültige Entscheidung zu treffen. So zumindest wird Kamil Kliniewski, Präsident von Hygienika, auf der Webseite parkiet.com zitiert.

„Meng Drogerie“ besteht laut der Webseite ceeretail.com aus 24 der ehemalig 28 Standorten in Luxemburg.

Laut der firmeneigenen Webseite ist die Aktiengesellschaft Hygienika „eine polnische, sich rasch entwickelnde Firma, mit der führenden Position in der Branche für hygienische Mittel von höchster Qualität für persönlichen Gebrauch“. Die Gruppe entwickelt und liefert unter anderem Produkte für Kinder (Wegwerfwindeln) und für Frauen (moderne und klassische Damenbinden und hygienische Slipeinlagen). Weiter berichtet das Unternehmen über sich: „Für Gesundheit und Sicherheit unserer Kunden sucht Hygienika ununterbrochen nach neuen innovativen Lösungen auf jedem Niveau von ihrer Aktivität – von Anwendung der modernen umweltfreundlichen Technologien im Herstellungsprozess bis zum kreativen Design und Einführung von neuen Businessmodellen.“

Laut Financial Times erwirtschaftete Hygienika 2012 einen Jahresumsatz von leicht über 11 Millionen Euro. An der Börse scheint Hygienika überaus beliebt zu sein. Nach einem Kurszuwachs von 51 Prozent in 2012 war der Kurs 2013 um weitere 125 Prozent angestiegen.