Während vor vier Jahren die Teams in der Division III noch in zwei Gruppen aufgeteilt waren, wickelt sich der Aufstieg in die Division II nun lediglich in einer einzigen Gruppe ab. Irland, Griechenland und die Mongolei erfüllten die geforderten Standards nämlich nicht und wurden schlicht nicht mehr berücksichtigt. Die Gruppe der diesjährigen WM Division III besteht infolgedessen aus insgesamt sechs Nationalteams.
Nach der EM 1998 für die U18, der Senioren-WM 2008 und 2010 steht die Eissporthalle auf Kockelscheuer zum vierten Mal im Mittelpunkt eines internationalen Turniers. Sowohl 2008 als auch 2010 waren in jeglicher Hinsicht ein voller Erfolg und dank des Sponsorings müssten die Unkosten auch diesmal gedeckt werden können. „Wie in den vorangegangenen Auflagen möchten wir unserem heimischen Publikum natürlich beweisen, dass das Eishockey-Niveau hierzulande gar nicht mal so schlecht ist“, betont Team-Manager Alain Schneider. „Anlässlich eines solchen Events muss man einfach diese Chance nutzen, um Werbung für unseren Sport zu machen, und dies ist ja eigentlich nur durch dementsprechend gute Leistungen möglich.“ Die Eissporthalle auf Kockelscheuer hat ein Fassungsvermögen von etwa 1.000 Zuschauern, davon 850 Sitzplätze. „Der Vorverkauf verlief jedenfalls sehr zufriedenstellend. Wir würden uns natürlich erneut auf die tatkräftige Publikumsunterstützung freuen, um unsere Jungs anzufeuern“, so Schneider. „Mit den Fans im Rücken hoffen wir, dass unser Team über sich hinauswachsen wird.“
Genau wie 2008 und 2010 finden die Begegnungen der Roten Löwen allesamt abends statt und dürften somit an den jeweiligen Spieltagen für ein volles Haus und prächtige Stimmung sorgen. Dank der Ausrichtung eines solchen Turniers im eigenen Lande erhoffen sich die Verbandsverantwortlichen natürlich auch einen gewissen Aufschwung im hiesigen Eishockey-Sport, und dies hauptsächlich im Nachwuchsbereich. Die FLGH zählt nämlich insgesamt nur etwa 350 lizenzierte Spieler, wovon zahlreiche Akteure die luxemburgische Staatsangehörigkeit nicht besitzen.
„Erwartungen rechtfertigen“
Die Bulgaren, letztes Jahr aus der Division II abgestiegen, scheinen auf den ersten Blick der schwerste Brocken zu sein. Sie peilen den direkten Wiederaufstieg an und sind die ausgesprochenen Favoriten. Vor acht Jahren zogen die Roten Löwen gegen Bulgarien übrigens noch mit 2:17 den Kürzeren. Nordkorea ist sicherlich auch ein starker Gegner. Bei der WM vor sechs Jahren gab es eine 1:2-Niederlage.
Das Team der Vereinigten Arabischen Emirate ist ebenfalls nicht zu unterschätzen, doch vor vier Jahren setzten sich die Roten Löwen mit 3:2 gegen die VAE durch. Über das Team aus Georgien liegen der FLHG keinerlei Informationen über Kader und Spielstärke vor, während Hong Kong eigentlich zu bezwingen sein müsste.
Leider verlief die Vorbereitungsphase nicht gerade ideal. „Die Eisfläche auf Kockelscheuer stand uns eben nicht wunschgemäß zur Verfügung, da wir sie mit anderen Eissportarten teilen müssen“, bedauert Nachwuchstrainer Patrick Schon. „Unser Mindestziel ist Platz drei und das ist auch durchaus machbar. Unser Team ist stärker und homogener als noch vor Jahren und dies stimmt uns recht zuversichtlich.“ Headcoach Wladimir Kuznetsow musste mit seinen Roten Löwen öfters nach Amnéville ausweichen, um seine Truppe auf die bevorstehende WM vorzubereiten.
Verletzungen
Und dann kommt auch noch Verletzungspech hinzu. Bob Schneider wird aufgrund eines Handbruchs definitiv ausfallen. Und zu allem Überdruss zog sich auch noch Thierry Beran im Testspiel gegen Amnéville eine schlimme Beckenverletzung zu und wird für längere Zeit nicht zur Verfügung stehen. Sein Vater Robert steht mit 44 Jahren immer noch im Aufgebot und ist genau wie Ben Houdremont noch leicht angeschlagen, beide sollten aber rechtzeitig fit werden.
Jammerschade auch, dass Colm und Michael Cannon nicht in die Luxemburger Selektion berufen werden konnten, da beide beim Testantrag zur doppelten Staatsangehörigkeit knapp scheiterten. „In den letzten Jahren sind unsere Versuche Richtung Aufstieg stets knapp fehlgeschlagen, doch wir sind fest entschlossen, besser abzuschneiden als 2010“, bemerkt Patrick Schon.
Gleich zum Auftakt kommt es zum Kräftemessen mit Bulgarien. Die Spiele um 12.30 Uhr und 16.00 Uhr kann man sich gratis ansehen. Der Eintritt für die Begegnungen mit Luxemburger Beteiligung am Abend kostet 15 Euro, Kinder unter 10 Jahren genießen freien Eintritt.
Das Programm
Sonntag, 6. April:
12.30 Hongkong – Vereinigte Arabische Emirate
16.00 Nordkorea – Georgien
19.30 Eröffnungszeremonie
19.45 Luxemburg – Bulgarien
Montag, 7. April:
12.30 Georgien – Hongkong
16.00 Bulgarien – VAE
19.30 Nordkorea – Luxemburg
Mittwoch, 9. April:
12.30 Bulgarien – Georgien
16.00 Nordkorea – Hongkong
19.30 Luxemburg – VAE
Freitag, 11. April:
12.30 VAE – Nordkorea
16.00 Hongkong – Bulgarien
19.30 Georgien – Luxemburg
Samstag, 12. April:
12.30 Bulgarien – Nordkorea
16.00 VAE – Georgien
19.30 Luxemburg – Hongkong
Tickets: www.e-ticket.lu
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