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Transaktion über Luxemburg

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Vivendi erhält insgesamt über 14 Milliarden Euro für den Verkauf seiner Mobilfunksparte SFR an Numericable plus eine Beteiligung von 20 Prozent am neuen Unternehmen.

Der in Luxemburg beheimatete Fonds Altice wird die Beteiligungen der Fonds Cinven und Carlyle an dem französischen Kabelnetzbetreiber Numericable aufkaufen und dann alleiniger Besitzer von Numericable sein. Gleichzeitig wird Numericable die Bezahlung der Übernahme von der Vivendi Mobilfunktochter von SFR vorbereiten. Der Verwaltungsrat des Mischkonzerns Vivendi hatte am vergangenen Samstag beschlossen, seine Mobilfunktochter an Numericable zu verkaufen. Der Luxemburgische Fonds Altice ist Besitzer von Numericable.

Der ursprüngliche Preis von 11,64 Milliarden Euro für SFR ist während der Verhandlungen in den vergangenen beiden Wochen um 2,5 Milliarden Euro auf 14,1 Milliarden hochgeschraubt worden. Das sagte Patrick Drahi, Eigner des Fonds Altice am Montag Nachmittag in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Aber auch die zusätzlichen 2,5 Milliarden Euro seinen sicher finanziert, fügte er an. Drahi hat noch ein wenig Zeit, die Summen an Vivendi zu bezahlen. Fällig wird der Preis erst, wenn das Kartellverfahren abgeschlossen ist. Insgesamt aber wird die gesamte Schuld von Numericable refinanziert. Das neue Unternehmen SFR/Numericable wird eine Schuldenlast von acht Milliarden Euro aufweisen.

In Paris und Amsterdam notiert

Die neue Einheit wird vorläufig SFR/Numericable heißen. Sie wird an den Börsen in Amsterdam und Paris notiert werden. Beide Börsen sind Bestandteil der Euronext Börsengruppe. Der Sitz des Unternehmens wird Paris sein.

Vivendi hat das Recht, seine 20 Prozent in Tranchen zu verkaufen. Altice hat dabei ein Vorkaufsrecht. Vivendi erhält weiterhin eine Nachbesserung des Kaufpreises, wenn SFR/Numericable einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro erzielen.

Die französischen Gewerkschaften hatten nach dem Verkauf schriftliche Garantien für die Bewahrung der Arbeitsplätze reklamiert. Drahi sicherte am Montag Nachmittag zu, mit den Gewerkschaften zu reden. Es sei ein Zeitplan über die nächsten beiden Monate vereinbart worden, sagte er.