Der frühere US-Präsident George W. Bush malt Porträts von Staats- und Regierungschefs. Kritiker fragen sich nun, ob der spätberufene Künstler einfach Fotos aus dem Internet nachempfunden hat.
04.04.2014 Der frühere US-Präsident George W. Bush malt gerne Porträts von Staats- und Regierungschefs. (Tageblatt/Benny Snyder)
...der ehemalige Präsident Pakistans, Pervez Musharraf,... (Tageblatt/Benny Snyder)
Jetzt sind die Werke des Hobbykünstlers erstmals zu bestaunen. (Tageblatt-Archiv/Brandon Wade)
Der ehemalige britische Premiere Minister Tony Blair... (Tageblatt/Benny Snyder)
...der irakische Premier Nouri al-Maliki... (Tageblatt/Benny Snyder)
.sein Vater und ebenfalls ehemaliger US-Präsident George Bush... (Tageblatt/Benny Snyder)
...Vladimir Putin... (Tageblatt/Benny Snyder)
... (Tageblatt/Benny Snyder)
..der ehemalige mexikanische Präsident Felipe Calderon... (Tageblatt/Benny Snyder)
...der indische Premier Minister Manmohan Singh... (Tageblatt/Benny Snyder)
Der frühere US-Präsident George W. Bush malt gerne Porträts von Staats- und Regierungschefs – Wladimir Putin, mit grimmigen Zügen; Angela Merkel, beinahe jugendlich wirkend. Doch kaum sind die präsidialen Werke der Öffentlichkeit zugänglich, fragen sich Kritiker, ob der spätberufene Künstler einfach Fotos aus dem Internet nachempfunden hat.
«Mr. Bush hat die verblüffende Fähigkeit, Fotografien in ungelenkere Bilder zu übersetzen», meinte die «New York Times» zum Ausstellungsbeginn im George W. Bush Presidential Center in Dallas (Texas). Die Bilder kämen einem irgendwie bekannt vor, als habe sich Bush bei seiner Malerei an die Fotografien gehalten, «die als erstes bei Google auftauchen».
Auch andere US-Medien verglichen die Malereien des Ex-Präsidenten am Mittwoch mit Fotos von Putin und Merkel aus dem Internet und stellten Ähnlichkeiten fest. Auch die US-Kritikerin Deborah Solomon meinte, die Bilder seien «sehr simpel gestrickt» und «sehen alle so aus, als würden sie auf Fotografien beruhen». Doch die Kritikerin nahm Bush zugleich vor falschen Anschuldigungen in Schutz: Porträts nach Fotos zu malen sei in der Post-Moderne völlig legitim.
Eric Rings, geboren 1979 in Esch/Alzette, studierte Germanistik und Romanistik an der Universität Heidelberg und fing 2010 als Journalist beim Tageblatt an. Seit 2019 schreibt er über innenpolitische Themen.
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