Erst vor wenigen Monaten waren europaweit Millionen von gestohlenen E-Mail-Adressen samt Passwort im Internet aufgetaucht. Vergangene Woche stieß die deutsche Staatsanwaltschaft auf 18 Millionen solcher Datensätze. Kunden aller großen Provider sollen betroffen sein. In Luxemburg dauerte es allerdings eine ganze Woche, bis man bemerkte, dass möglicherweise auch Nutzer aus Luxemburg davon betroffen sind.
Experten der Luxemburger Kriminalpolizei (SPJ-Nouvelles Technologies) haben «festgestellt», dass auch Luxemburgische Netz-User betroffen sind, heißt es am Freitag. Sie verweisen auf die Seite des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn. Dort hat man eine entsprechende Website unter www.sicherheitstest.bsi.de online gestellt. Besucher können dort ihre E-Mail-Adresse eingeben. Anschließend erhalten sie einen vierstelligen Sicherheitscode und später eine E-Mail mit dem Ergebnis – allerdings nur, wenn ihre Adresse auf der Liste der gestohlenen Daten steht.
Erst vor wenigen Monaten war ein Paket von rund 16 Millionen gestohlenen E-Mail-Adressen aufgetaucht. Forscher und Strafverfolger aus Deutschland waren darauf bei der Analyse von sogenannten Botnetzen gestoßen und übergaben den Fund dem BSI. Die Behörde hatte schließlich im Januar die Öffentlichkeit informiert und auf einer Website einen Sicherheits-Check eingerichtet. Dort konnten Nutzer ihre Mail-Adresse angeben und prüfen lassen, ob sie betroffen war. Die Website war mehrfach unter dem Ansturm der Nutzer zusammengebrochen.
Zu Demaart
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