Alle zwei Jahre wird der nationale Presserat erneuert. Nach einer vor zwei Jahren vorgenommenen Restrukturierung besteht das Gremium aus je 15 Verlegern und Berufsjournalisten. Am 18. April hielt der Presserat in der «Maison de la Presse» in Luxemburg seine konstituierende Sitzung ab.
Turnusgemäß gaben die Verleger den Vorsitz des Rates am Freitag an die Journalistengruppe ab. Zum neuen Präsidenten des Presserates für die Periode 2014-2016 wurde Roger Infalt (Association luxembourgeoise des journalistes / ALJ) gewählt. Er war bereits von 2006 bis 2008 Vorsitzender des «Conseil de presse». Die Vizepräsidenten sind Danièle Fonck (Éditpress/ Tageblatt) und Joseph Lorent (Union des journalistes Luxembourg/ UJL). Neue Generalsekretärin wurde Ines Kurschat (Syndicat des Journalistes Luxembourg/ SJ-L). Der Posten als Kassierer bleibt noch zu besetzen.
Die Kommissionen
Die Karten-Kommission, die laut Gesetz vom 11. April 2010 über die Zuerkennung und die Rücknahme der Berufsjournalistenkarte entscheidet, setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Roger Infalt (als Präsident des Presserates von Amts wegen Vorsitzender), André Dübbers (radio 100,7), Richard Graf (Woxx), Claude Karger (Lëtzebuerger Journal), Fernand Morbach (Télécran) und Robert Schneider (ALJ).
In die Beschwerdekommission, die sich mit über Klagen von Privatpersonen gegen Presseorgane bzw. Journalisten beschäftigt wurden Pierre Gehlen als Präsident, Annette Duschinger-Welsch (ALJ), Jean-Lou Siweck (Luxemburger Wort), Alvin Sold (Le Quotidien) und Serge Waldbillig (UJL) genannt.
Mitglieder der Berufungskommission, die im Falle einer Verweigerung der Journalistenkarte zu entscheiden hat, sind Jean Feyder als Präsident, Jacques Hillion (Le Jeudi), Christophe Langenbrink (UJL), Jean-Lou Siweck (Luxemburger Wort) und Edmond Zigrand (ALJ).
Bilanz und Ausblick
Am Freitag wurde aber auch Bilanz gezogen. Der scheidende Präsident Fernand Weides erklärte, dass die Aus- und Weiterbildung der Journalisten, das Informationszugangsrecht für Journalisten, die Autorenrechte, der Quellenschutz für Journalisten, die Verbesserung der Beziehungen Beziehungen mit der Polizei, dem Großherzoglichen Hof und dem staatlichen Informations- und Pressedienst in den letzten zwei Jahren Prioritäten des Rates gewesen seien.
Sein Nachfolger Roger Infalt seinerseits hat die Verbesserung des Angebotes der Ausbildungskurse für Journalisten, die Urheberrechte, die Informationspflicht, die staatliche Finanzhilfe an die Presse und eventuell eine Teilreform des Pressegesetzes auf die «To do-Liste» gesetzt.
Zu Demaart
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