Donnerstag15. Januar 2026

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Die Verjährungsfrist wird verlängert

Die Verjährungsfrist wird verlängert
(Polizei Belgien)

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Im November 2015 verjähren die Verbrechen der Killerbande von Brabant. Die Verjährungsfrist für die Ermittlungen wird verlängert.

Es waren die blutigsten Anschläge die Belgien Anfang der 1980er Jahre erlebt hatte. Die sogenannte Killerbande von Brabant tötete damals bei einer Serie von gewalttätigen Angriffen auf Supermärkte, Restaurants und einem Waffengeschäft 28 Menschen. 20 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

Sie waren wegen ihrer Kaltblütigkeit bei der Bevölkerung und bei der Polizei gefürchtet. Mindestens 15 Banküberfälle gehen auf das Konto der «tueurs du Brabant». Obwohl es zahlreiche Hinweise gab, konnte man die Hintergründe der Taten bis heute nicht aufklären. Es gab über die Bande sogar zwei parlamentarische Untersuchungskommissionen, die allerdings auch kein Ergebnis brachten.

Neue Ermittlungen

Im November 2015 verjähren die Verbrechen der Killerbande. Die Frist für die Ermittlungen soll jetzt verlängert werden. Das hat der Generalstaatsanwalt von Lüttich, Christian De Valkeneer, in einem Interview mit der Zeitung «La Libre Belgique» erklärt. Die Ermittlungen sollen laut De Valkeneer um zehn Jahre verlängert werden.

Zu den blutigen Taten zwischen 1982 und 1985 gibt es bis heute zahlreiche Theorien. Von Nazi-Gruppen war die Rede, Mitglieder aus dem belgischen Polizei- und Geheimdienstapparat, hohe Persönlichkeiten aus der Politik und dem belgischen Königshaus. Manche glauben, dass es sich um Mitglieder der ultrageheimen Nato-Guerilla-Truppe «Stay Behind» handelte, welche über den US-Geheimdienst CIA gesteuert wurde.

Es gibt zahlreiche Parallelen zur Bommeleeër-Affäre hier in Luxemburg. Allerdings waren die Täter hierzulande Lämmer gegen die Bande aus Belgien. Aber luxemburgische Ermittler suchten in den jahrelangen Ermittlungen auch Spuren oder Verbindungen zu der belgischen Truppe. Sie verliefen aber im Sand.