Im Eurosystem sind dem Nachrichtenmagazin «Focus» zufolge vor kurzem Unregelmäßigkeiten aufgetreten. Eine nicht mehr zugelassene Anleihe der österreichischen Krisenbank Hypo Alpe Adria war in die Datenbank für EZB-fähige Wertpapiere gelangt. Das passierte auch mit zwei Anleihen der belgischen Bank «KBC Ifima». Diese Anleihen hatten allerdings nicht die erforderlichen Kriterien erfüllt. Laut «Focus» habe der Vorgang intern für erhebliche Unruhe gesorgt.
Verursacher der Pannenserie war die Luxemburger Zentralbank BCL. Von dort heißt es, dass das Papier der Hypo Alpe Adria durch «einen manuellen Kodierungsfehler» wieder in die Datenbank geraten sei. Es sei aber «so schnell wie möglich» wieder gelöscht worden. Die Europäische Zentralbank hatte Anfang April die Hypo Alpe Adria aus dem Geldfluss genommen. Laut «Focus» gelangte trotzdem einige Tage später zumindest eine Anleihe über 35 Millionen Euro wieder im System.
Bei der Panne mit den zwei Anleihen der belgischen Bank «KBC Ifima» spricht die BCL von einer «unrichtigen Information» eines Dienstleisters. Ensprechende Informationen wurden von der Luxemburger Zentralbank intern nicht kontrolliert und herausgefiltert.
Zu Demaart
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