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28 Jahre Haft

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LUXEMBURG - Am Dienstag wurde vor dem Berufungsgericht ein Mann zu einer Haftstrafe von 28 Jahren verurteilt. Die Strafe fiel etwas milder aus als in erster Insstanz. Hier wurde der Mann zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Am 12. September 2010 wurde in einer Wohnung in der rue Victor Tesch in Düdelingen ein 46-Jähriger tot aufgefunden. Ermittler gehen davon aus, dass der Mann bereits einige Zeit davor umgebracht wurde. Tatverdächtiger ist der Mitbewohner und heutige Angeklagte. Beide Männer sollen sich immer wieder gestritten haben. Das Opfer soll Anfang 2010 eine größere Erbschaft gemacht haben. Immer wieder soll es bei den Streitereien um Geld gegangen sein. Der Angeklagte habe über eine geraume Zeitspanne von seinem Mitbewohner profitiert. Er soll mehrere Male mit gefälschter Unterschrift Geld von dessen Konto abgehoben haben. Insgesamt habe er so 3.000 Euro ergattern können. Auch soll der Angeklagte mit der Kreditkarte seines Mitbewohners rund 5.000 Euro abgehoben haben. Dem Beschuldigten wird zudem vorgeworfen, den 46-Jährigen kaltblütig erstochen zu haben.

Insgesamt wurde 37 Mal auf den Mann eingestochen. Experten gingen davon aus, dass der Mann zwischen dem 9. und dem 12. September 2010 umgebracht wurde. Immer wieder war vom Phänomen „Overkill“ die Rede. Am Tatort fanden die Ermittler Blutspuren des Beschuldigten. Psychische Störungen wurden beim Angeklagten nicht festgestellt. Der Beschuldigte erklärte, er habe seinen Mitbewohner mit einem Stiel geschlagen und anschließend die Wohnung verlassen. Er gab immer wieder an, dass sie zu dritt in der Wohnung waren und nicht, wie mehrere Ermittler unter Eid aussagten, zu zweit.