Man findet sie am 1. Mai an allen Straßenecken: Die Verkäufer der Maiglöckchen. Der kleine Strauß, meist nur aus einem kleinen Zweig mit sechs bis acht kleinen Glöckchen bestehend, gehört zu dem Tag. Das Maiglöckchen vermarktet sich nicht schreierisch wie die Blumen am 14. Februar. Es ist eher geheimnisvoll. Es ist eine Sitte, eine Geste der Aufmerksamkeit, der Freundschaft und der Liebe gegenüber, Freundin, Geliebter und Ehefrau.
In der Region von Nantes befindet sich der Schwerpunkt der Maiglöckchen. Gut 40 Millionen kleiner Zweige sind in den vergangenen Tagen geerntet worden. Da wegen des milden Winters die Blüte bereits zehn Tage früher als sonst einsetzte, wurden sie geschnitten, Strauße für Strauß in Zellophan verpackt und in Kühlhäusern gelagert, damit sie am 1. Mai frisch aussehend verkauft werden können.
Wirtschaftliche Bedeutung
Natürlich steht hinter der kleinen, weißen Glocke auch ein Wirtschaftsfaktor. Allein am 1. Mai werden etwa 50 Millionen Maiglöckchen in Frankreich verkauft. Und an einem einzigen Tag werden mit einer Blume und ihrem kleinen Zweig 32 Millionen Euro umgesetzt, meldet die französische landwirtschaftliche Vermarktungsgesellschaft.
Das Maiglöckchen: Eine Blume, eine freundliche Geste mit weitreichender wirtschaftlicher Bedeutung.
(Helmut Wyrwich/Tageblatt.lu)
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