Helmingers Buch, ein Gedichtband in den Sprachen Französisch, Deutsch und Luxemburgisch, wird mit dem zweitwichtigsten Literaturpreis des Landes, nach dem Batty-Weber-Preis, ausgezeichnet.
Seit 1992 wird dieser Preis alljährlich dem Autor verliehen, dessen Werk laut Jury das wichtigste im Laufe des Vorjahres erschienene Buch ist. Der Servais-Preis ist mit 6.000 Euro dotiert.
Eigene Prägung
Hier die Begründung der Jury: „Der Gedichtband ‚Abrasch‘ von Nico Helminger wird mit dem Prix Servais 2014 ausgezeichnet. Die Jury prämiert damit einen in Zyklen von unterschiedlichem Umfang angelegten Lyrikband, in welchem dem Titelbegriff entsprechend – ‚Abrasch‘ bezeichnet eine streifenweise Farbabweichung bei der Teppichherstellung –, eine Vielzahl von Motiven und Themen sowie Referenzen auf die Literatur und die Naturwissenschaften zu einem poetischen Gebilde von großer Komplexität verknüpft und variiert werden. Die Texte sind einer Tradition des peripatetischen und nomadischen Schreibens verpflichtet, bei dem mit den äußeren zugleich innere Landschaften erwandert werden und die in Nico Helmingers Werk eine unverkennbar eigene Prägung besitzt. Die deutsch-, französisch- und luxemburgischsprachigen Gedichte des Bandes sind durch einen markanten Duktus und außergewöhnliche Sprachkreativität gekennzeichnet.“
Das genaue Datum der Preisüberreichung werden die Veranstalter zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Mit einer speziellen Erwähnung wurde das Buch „Sterbehäusle“ von Michel Clees und Tanja Frank, erschienen bei „ultimomondo“ bedacht. Hier wurde der Dialog zwischen der Grafik und dem Text besonders hervorgehoben.
Die Jury zum Servais-Preis 2014 war aus Alexandra Fixmer, Jeanne E. Glesener, Odile Linden, Claude Mangen, Pierre Marson (Präsident), Pierre Mergen, Jeanne Offermann, Alex Reuter und Annette Schlechter zusammengesetzt.
Zu Demaart
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