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Oslos Olympia-Bewerbung noch nicht vom Tisch

Oslos Olympia-Bewerbung noch nicht vom Tisch

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Die Olympia-Bewerbung der norwegischen Hauptstadt Oslo steht nach dem Nein einer der beiden Regierungsparteien zu den Winterspielen 2022 weiter auf der Kippe, nun schaltet sich die Ministerpräsidentin ein.

Die Olympiabewerbung des skandinawischen Landes ist gefährdet. Die Fortschrittspartei, die gemeinsam mit der konservativen Partei Høyre regiert, hatte gegen eine Staatsbürgschaft von 34 Milliarden norwegischen Kronen (4 Milliarden Euro) gestimmt. Ministerpräsidentin Erna Solberg (Høyre) wolle die Kandidatur der Stadt noch nicht abschreiben, berichtete die Nachrichtenagentur NTB.

«Wir wollen uns erst mit der Kommune Oslo über die Kosten und deren Aufteilung einig werden, danach kontaktieren wir die Parteien im Parlament», sagte Solberg. «Die Regierung hat in dieser Sache noch nicht mit der Arbeiterpartei gesprochen.» Die Olympischen Spiele seien ein großes Fest, das aber auch mit großen Kosten verbunden sei. Ihre Partei wolle dazu vorerst keine Stellung nehmen. Mit den Stimmen der Opposition könnte die Høyre eine Olympia-Bewerbung gegen den Willen des Koalitionspartners durchsetzen. Norwegens Olympisches Komitee wollte sich am Montag zu einer Krisensitzung treffen.

Geld ist woanders besser investiert

Die Fortschrittspartei hatte bei ihrer Abstimmung am Sonntag argumentiert, das Geld solle besser in Infrastruktur, Steuererleichterungen und Bildung gesteckt werden.

Oslos Einwohner hatten sich im September 2013 für eine Bewerbung ausgesprochen. Die Zustimmung war aber seitdem nach Umfragen immer weiter gesunken. Die norwegische Hauptstadt hat im Rennen um die Ausrichtung der Winterspiele Konkurrenz aus Almaty/Kasachstan, Krakau, Lwiw und Peking. Eine Entscheidung fällt im Juli 2015.