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Nur 49 Anträge im April

Nur 49 Anträge im April

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LUXEMBURG - Die Zahl der Asylbewerber ist rückläufig. Im April gingen nur 49 Anträge beim Außenministerium ein. Bisher reichten in diesem Jahr 301 Personen einen Antrag ein.

301 Menschen haben in den ersten vier Monaten dieses Jahres einen Asylantrag in Luxemburg gestellt. 2012 waren im selben Zeitraum 316 Anträge verzeichnet worden, 2012 sogar 758 Anträge. Im März dieses Jahres gingen 70, im Februar 88 und im Januar 94 Anträge beim Außenministerium ein.

Die meisten Antragsteller im Monat April kommen aus Albanien (16), vor dem Kosovo (6) und Montenegro (4). Aber es wurden im April auch 4 Anträge von Tunesiern und jeweils drei Anträge von Syrern und Bosniern gezählt.

Bürger aus den Balkanstaaten stellen immer noch die Mehrheit aller Asylbewerber dar: Albanien (52), Bosnien-Herzegowina (42), Montenegro (42) und der Kosovo (38) liegen an der Spitze. Im April wurden aber auch 23 syrische Flüchtlinge in Luxemburg aufgenommen, wird in der Mitteilung des staatlichen Informationsdienstes betont.

Wenig Erfolgsaussichten

Nur wenige Asylbewerber erhalten jedoch ihr Flüchtlingsstatut. Im April waren es nur drei. Insgesamt wurden in diesem Jahr 43 von 473 Personen hierzulande als Asylanten anerkannt. 46 Asylbewerber wurden in diesem Jahr zwangsausgewiesen, davon 42 alleine im April. 42 andere gingen freiwillig in ihr Heimatland zurück. Somit liegt die Zahl der freiwilligen Rückführungen in diesem Jahr bisher bei 170.

Das Dublinabkommen sieht vor, dass abgewiesene Asylbewerber wieder in das Land zurückgeführt werden, in das sie als erstes in die EU eingereist sind. So wurden im September jeweils vier Personen nach Belgien und nach Italien, sechs Personen in die Schweiz, vier Personen nach Ungarn und jeweils ein Asylant nach Deutschland, Spanien und Schweden ausgewiesen. Insgesamt wurden bisher 76 Asylbewerber in ein anderes EU-Land oder in die Schweiz ausgewiesen. Auf anderen Seite wurden bisher 23 Menschen durch das Abkommen nach Luxemburg gebracht. Im April kamen drei Personen nach Luxemburg.