Anlässlich der Vorstellung der Bilanz von Enovos am Mittwoch wurde angekündigt, dass die Regierung in Zukunft massiv die Elektrmobilität fördern will. Um die gesetzten Ziele zu erreichen, hat sie alle Netzbetreiber des Landes aufgerufen, einen Plan auszuarbeiten, um ein landesweites Netz von 850 öffentlichen Ladestationen aufzubauen. An dem Plan wird derzeit gearbeitet, so Mario Grotz, Präsident des Creos-Verwaltungsrates gegenüber dem Tageblatt.
Als größter Netzbetreiber wird Creos für die Errichtung und den Unterhalt von 750 bis 800 dieser Ladestationen zuständig sein. Derzeit wird aktiv nach geeigneten Standorten gesucht. Im Jahr 2015 soll dann mit dem Bau der Stationen begonnen werden. Für Creos wird es sich um eine Investition von rund zehn Millionen Euro handeln.
Die Qual der Wahl
Voraussichtlich werden die Ladestationen vor allem an Orten errichtet werden, wo die Autos mehrere Stunden geparkt bleiben – da der Prozess des Aufladens mehrere Stunden in Anspruch nehmen wird (schnellere Ladestationen sind deutlich teurer). Eine Besonderheit der Luxemburger Ladestationen soll die Möglichkeit sein, an der Station selber wählen zu können, von welchem Konzern man den Strom abkaufen will. Dann könnte die Bezahlung über die „normale“ Stromrechnung bezahlt werden.
Ein Förderprogramm wie in Norwegen – Strom für Elektroautos ist dort kostenlos – ist zumindest vorerst nicht von der Regierung vorgesehen.
Zu Demaart
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