Der Luxemburger Spitzenkandidat der EVP, Jean-Claude Juncker lobt Portugal. Es sei der Schuldenberg gewesen, der Europa in Schwierigkeiten gebracht habe, sagte Juncker am Sonntag bei einem Wahlkampfbesuch in Lissabon.
Portugal habe nach der schlimmsten Finanzkrise der Nachkriegszeit einen sauberen Schnitt gemacht. Doch müsse das Land neue Schulden vermeiden und Wachstum schaffen, sagte Juncker, der nach der Europawahl nächste Woche EU-Kommissionspräsident werden will.
Portugal hatte am Wochenende offiziell den Euro-Rettungsschirm verlassen und will sich nun wieder am Kapitalmarkt finanzieren. Die massiven Sparbemühungen der vergangenen Jahre gelten dafür als Voraussetzung. Doch sind sie wegen der sozialen Folgen umstritten. Aus dem Rettungsschirm der europäischen Partner und des Internationalen Währungsfonds waren 78 Milliarden Euro an Portugal geflossen.
Das Geschehen in Portugal wird auch in Luxemburg mit großem Interesse verfolgt. In Luxemburg leben weit mehr als 100.000 Portugiesen. Viele davon sind bei der Europawahl am 25. Mai wahlberechtigt.
Zu Demaart
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