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Stahl der dritten Generation

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Der weltgrößte Stahlkonzern, ArcelorMittal, hat in seinem zentralen Forschungslabor, im ostfranzösischen Lothringen den Stahl der "dritten Generation" entwickelt.

Stahl in seiner ursprünglichen Form ist eine Legierung, die aus gekochtem Eisenerz oder Schrott mit Zusätzen wie etwa Mangan besteht. Die ursprüngliche Form des Stahls ist als Langstahl etwa für den Baubereich oder als Flachstahl etwa für den Automobilbereich bekannt. Diese Grundformen des Stahls gibt es in unterschiedlichen Qualitäten für ihre jeweilige Verwendungsart.

Der ArcelorMittal Konzern hatte mit dem «Usibor» Stahl ein ultra-resistentes Produkt der zweiten Generation entwickelt, das insbesondere im Automobilbereich in den Zonen eingesetzt wird, die besonders widerstandsfähig sein müssen. Nun kommt der Konzern mit einem weiteren Produkt auf den Markt, das der «Stahl der dritten Generation» sein soll.

Steif und verformbar

In seinem zentralen Labor in Maizières-les-Metz vor den Toren der lothringischen Hauptstadt Metz stellte ArcelorMittal einen Stahl vor, der einerseits steif und spröde ist, andererseits verformbar ist. Der neue Stahl ist dazu gedacht, so Jean Luc Thirion, Forschungsdirektor des Konzerns, Aufprallenergie zu absorbieren und sich bei Aufprällen zu verformen. Dieses neue Produkt, in Lothringen und in Chicago entwickelt, soll insbesondere dort in den Automobilen eingesetzt werden, die bei Aufprall-Unfällen betroffen sind.

Der neue Stahl, der gleichzeitig 15 bis 20 Prozent leichter sein soll, ist in Europa das erste Stahlprodukt, das «einen Kompromiss zwischen Widerstandsfähigkeit und Verformbarkeit herstellt», sagt Thirion. Der neue Stahl wird bereits von Automobilherstellern erprobt und soll in den neuen Fahrzeug-Generationen ab 2016 zum Einsatz kommen.

(Helmut Wyrwich / Tageblatt.lu)