Die Online-Petition mit der Nummer 333 ist die erste, die in öffentlicher Sitzung von zwei Parlamentsausschüssen (Petitionen und Infrastrukturen) debattiert wird. Eingereicht wurde die Petition von einem Gegner des Baus einer Tram in Luxemburg. Er fordert ein Referendum zur Frage. Die Petition erreichte innerhalb kürzester Zeit mehr als die erforderlichen 4.500 Unterschriften. Die einstündige Sitzung kann auf Chamber.tv verfolgt werden.
Dass das Tramprojekt in den Parlamentskommissionen diskutiert wird, bedeutet aber nicht, dass es auch zum Referedndum kommt. Für eine Volksbefragung muss ein Viertel der Abgeordneten sich dafür aussprechen oder ein Initiativkomitee 25.000 Unterschriften sammeln.
Die meisten sind dafür
Die Tram findet großen Zuspruch in der Bevölkerung. 70 Prozent der Befragten sind einer Umfrage von TNS-Ilres zufolge für die geplante Tram. Bei den Grenzgängern liegt die Zustimmung mit 77 Prozent sogar etwas höher als bei den Gebietsansässigen. Immerhin sagten 73 Prozent der Befragten, sie würde die Straßenbahn benutzen. 63 Prozent würden in Zukunft stärker auf die öffentlichen Nahverkehrsmittel zurückgreifen.
Die Bauarbeiten für die Tram sollen 2015 beginnen. Das erste Teilstück der Tram LuxExpo – Glacis soll schon 2017 in Betrieb gehen. Danach ist geplant bis 2020 auch den Flughafen und die Cloche d’Or mit einer Tramlinie zu bedienen. Das Projekt soll 345 Millionen Euro kosten. Der Staat investiert 230 Millionen und die Gemeinde Luxemburg 115 Millionen Euro. Die Verlängerung zum Findel wird mit 80 Millionen Euro veranschlagt und die Strecke zur Cloche d’Or mit 120 Millionen, sodass der Gesamtkostenpunkt bei etwa 545 Millionen Euro liegt.
Zu Demaart
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