Die Protestkundgebung der im OGBL organisierten Reinigungskräfte führte durch die Howalder rue de Bruyères; eine Straße, in der gleich mehrere Putzfirmen ihren Sitz haben. Der Reinigungssektor in Luxemburg ist seit Monaten durch einen anhaltenden Sozialkonflikt gekennzeichnet.
Den Dialog mit der „Fédération luxembourgeoise des entreprises de nettoyage de bâtiments“ bezeichnete der OGBL schon seit Längerem als unmöglich, da das Patronat sich weigere, Verhandlungen aufzunehmen. Auch der Gang zum Schlichter hat keine Fortschritte gebracht. Durch diese Haltung seien die Verhandlungen über einen neuen Kollektivvertrag (der bestehende war bereits Ende April 2013 ausgelaufen) blockiert.
Der OGBL fordert Gehaltserhöhungen von jeweils 1,5 Prozent in den Jahren 2014, 2015 und 2016. Das Syndikat kämpft zudem für eine Reduzierung der Flexibilität bei der Teilzeitarbeit, mehr Urlaubstage sowie eine Verbesserung der „prime d’assiduité“. Eine weitere Forderung ist die Umsetzung des Gerichtsurteils vom 27. Juni 2013, das besagt, dass eine Person nach zehnjähriger Berufspraxis im Bereich Gebäudereinigung ein Anrecht auf den qualifizierten Mindestlohn hat.
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