Am Montag wird der Gemeinderat der Stadt Luxemburg über die Gründung der Luxtram S.A. abstimmen. Bisher funktionierte Luxtram als G.I.E., „groupement d’intérêt économique“.
2007 hatten der Luxemburger Staat und die Hauptstadt Luxtram unter dieser Form ins Leben gerufen. Zum Aufgabenbereich gehörten die Studien zur Vorbereitung der Implementierung der Tram, das Ausarbeiten des Zusammenspiels mit städtischen und RGTR-Bussen sowie Finanzierungsmodalitäten und mehr. Kurzum, Luxtram sollte alles vorbereiten, was zum Bau der Tram nötig ist. In den Aufgabenbereich fallen aber auch Bau und Betreibung der Tram. Eine große Sorge von u.a. den Gewerkschaften war, dass eine private Gesellschaft mit dem Betreiben der Tram betreut werden würde.
Die noch zu gründende Luxtram S.A. wird zu 100 Prozent in öffentlicher Hand bleiben, zu zwei Dritteln Staat, zu einem Drittel Stadt Luxemburg. Das entspricht auch dem Finanzierungsplan. Der Verwaltungsrat wird ebenfalls unverändert bleiben.
Wenn der Gemeinderat am Montag sein Einverständnis zur Gründung von Luxtram S.A. gibt, muss diese Entscheidung, wie übrigens alle Entscheidungen eines Gemeinderats, noch vom Innenministerium gutgeheißen werden. Sobald dies geschehen ist, soll die „société anonyme“ gegründet werden.
Einverständnis
Im Juni dieses Jahres hat die Abgeordnetenkammer mit 56 von 60 Stimmen ihr Einverständnis zur Finanzierung der Tram gegeben. Auch der Bahnhof unter der roten Brücke samt Standseilbahn zum Kirchberg wird gebaut. Ab 2017 soll so das erste Teilstück auf Kirchberg im Zusammenspiel mit der Eisenbahn funktionieren. Danach wird sofort mit den anderen Teilstücken angefangen werden, wenn die Teilfinanzierungsgesetze angenommen sind. Die Fertigstellung der ganzen Strecke vom Findel bis zur Cloche d’Or ist für 2020/2021 vorgesehen. Die Gesamtlänge der Tram wird 16 Kilometer betragen.
Zu Demaart
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