Samstag17. Januar 2026

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UBS zahlt Rekordbuße an Deutschland

UBS zahlt Rekordbuße an Deutschland
(Reuters)

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Mit einer Rekordzahlung in Höhe von 300 Millionen Euro kauft sich die UBS aus einem weiteren Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung frei.

Die Einigung mit der Staatsanwaltschaft Bochum kostet die größte Schweizer Bank rund 300 Millionen Euro – die höchste Strafe, die ein Schweizer Geldhaus jemals in Deutschland bezahlt hat. Aber auch das Tagesgeschäft läuft derzeit nicht auf Hochtouren. Wie andere Banken bekommt auch die UBS zu spüren, dass die Kunden angesichts des unsicheren Umfeldes weniger handeln und damit auch weniger Gebühren zahlen.

Unter den herrschenden Marktbedingungen seien Ergebnis-Verbesserungen unwahrscheinlich, prognostizierte die Bank am Dienstag. Trotz der Strafzahlung steigerte die Bank den Gewinn im abgelaufenen Quartal um 15 Prozent auf 792 Millionen Franken (rund 652 Millionen Euro) und schnitt damit etwas besser ab als Analysten erwartet hatten. Im Vorjahresquartal hatte alleine eine Einigung mit einem US-Regulator mit 885 Millionen Dollar zu Buche geschlagen. In Bochum legt die UBS doppelt so viel auf den Tisch wie Credit Suisse in einem ähnlichen Verfahren in Düsseldorf 2011. «Die Einigung ist ein signifikanter Schritt, der es uns erlaubt, in diesem wichtigen Markt nach vorne zu blicken», erklärten Konzernchef Sergio Ermotti und Präsident Axel Weber im Aktionärsbrief. Allerdings ist ein weiterer Steuerfall in Deutschland noch nicht ausgeräumt.

UBS steht auch in anderen Ländern im Verdacht, Kunden beim Verstecken von Schwarzgeld geholfen zu haben. Dies gilt etwa für Frankreich und Belgien. In den USA konnte die größte Schweizer Bank 2009 mit der Bezahlung einer Strafe von 780 Millionen Dollar eine Anklage wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung abwenden. In den letzten Jahren hat die Bank ihre Kunden gedrängt, mit den Steuerbehörden reinen Tisch zu machen. Inzwischen sind 95 Prozent der deutschen Kunden soweit, Ende dieses Jahres will die Bank gar keine unversteuerten Gelder aus Deutschland mehr verwalten.