Dienstag20. Januar 2026

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Weiterer Erdrutsch nicht ausgeschlossen

Weiterer Erdrutsch nicht ausgeschlossen
(Tageblatt/Hervé Montaigu)

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Der Erdrutsch auf der Bauschuttdeponie in Monnerich am Samstag wird laut Experten nicht die letzte sein. Am Montag lud Regierungschef Xavier Bettel zu einem Bestandsaufnahme-Treffen ein.

Auf der Bauschuttdeponie «Um Monkeler» bei Ehlerange hat der Schutt am Samstagabend erneut nachgedrückt. Mehrere Tonnen an Boden und Schutt hatten sich in Bewegung gesetzt. Am Montagmorgen fand ein Treffen zwischen Premierminister Xavier Bettel, der Monnericher Bürgermeisterin Christine Schweich, den mit den Studien beauftragten Spezialisten usw. statt.
Wie Christine Schweich am Montagnachmittag gegenüber Tageblatt auf Anfrage hin mitteilte, kann man heute davon ausgehen, dass es in Zukunft wohl noch zu weiteren Erdrutschen des Ausmaßes wie am Samstag kommen wird. Anrainer seien aber nicht in Gefahr, betonte die Bürgermeisterin mehrmals.

Der Hügel ist, entgegen dem, was noch im März oder April behauptet wurde, nicht stabil. Es gibt viele Fugen in der Erddecke, die sich mit Wasser füllen und somit langsam aber sicher für Erdbewegungen sorgen. Schweich erinnerte in diesem Rahmen daran, dass es noch immer ein Polizeireglement gebe, das den Zugang zu der betroffenen Deponie und zu ihrem Umfeld für jeden verbiete.

Warten auf Ergebnisse

Was das Treffen von gestern Morgen anbelangt, konnte die Bürgermeisterin lediglich sagen, dass die Regierung der Gemeinde Monnerich ihre vollste Unterstützung in diesem doch ärgerlichen Fall zugesichert habe. Man werde die Ergebnisse der Studien abwarten (sie sollen nächsten Monat vorliegen), erst dann könnten – so hofft man jedenfalls – konkrete Lösungen ins Auge gefasst werden.

Der Erdrutsch vom Samstag habe, entgegen anderslautender Gerüchte, keine Auswirkungen auf die Lagerung des leicht radioaktiven Schrotts auf einem Teil der Deponie gehabt, erklärte ein Fachmann am Dienstag gegenüber dem Tageblatt. Das Gesundheitsministerium bestätigte am Dienstag, dass keine Gefahr besteht. Experten des Strahlenschutzes hätten nach einer Analyse des Areals Entwarnung gegeben.