Donnerstag22. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Asyl für Snowden und Assange

Asyl für Snowden und Assange

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Der Luxemburger Chaos Computer Club fordert in einer Mitteilung Asyl für beider Whistleblower, Julian Assange und Edward Snowden.

Jüngst jährte sich der Aufenthalt von Julian Assange (Sprecher der
Enthüllungsplatform Wikileaks) in der ecuadorianischen Botschaft zum zweiten Mal. Seit etwa vier Jahren könne er sich nicht mehr frei bewegen, erinnert der Luxemburger Chaos Computer Club in einer Mitteilung.

Edward Snowden (Whistleblower) sei vor über einem Jahr politisches Asyl in Russland gewährt worden. Vor ein paar Tagen wurde sein Aufenthalt in Russland um 3 Jahre verlängert.

Das Risiko der «Enthüller»

Beide Männer hätten erhebliche Risiken und Konsequenzen auf sich genommen um der Welt die Absichten machthungriger Institutionen und deren Aktivitäten aufzuzeigen. Als Antwort erhielten sie Drohungen, Gerichtsverfahren und Denunzierungen von den betroffenen Staaten, so der Club. Das System hätte sich seit ihren Enthüllungen nicht viel geändert, bedauert der Chaos Computer Club.

Deshalb appelliert der Chaos Computer Club Lëtzebuerg (C3L) an die luxemburgische Regierung,
Julian Assange und Edward Snowden politisches Asyl in Luxemburg anzubieten. Damit würde sich zum ersten Mal seit den Enthüllungen von Wikileaks ein europäischer Staat konkret hinter die beiden Menschenrechtsverteitiger stellen und so ihre Position auf
internationaler Ebene stärken.

Alle waren sich einig

Der Club verweist auf das Rundtischgespräch, das im Rahmen der Initiative “Freedom Not Fear” stattfand und bei welchem sich
sämtliche anwesenden Parteivertreter – mit Ausnahme der ADR & PID – für ein Asyl von Edward Snowden in einem europäischen Mitgliedsstaat ausgesprochen haben.

«Die luxemburgische Regierung soll endlich politische Courage zeigen und aufhören sich nach der Pfeife der US-Amerikanischen Regierung bzw. des Kurses anderer EU-Mitgliedstaaten zu orientieren; und sich hinter die Menschen stellen welche nun bereits öfters ihre Loyalität gegenüber
Offenheit, Datenschutz und Menschenrechte bewiesen haben.» erklärt Jan Guth, vom C3L.

Edward Snowdens grö?te Sorge sei es, dass sich aus den gesamten Enthüllungen nichts zum Positiven entwickeln wird in punkto Privatsphäre, Datenschutz sowie Bürger- und Menschenrechte, wird abschließend in der Mitteilung betont. Deshalb müsse ein klares Zeichen gesetzt werden – und warum nicht von Luxemburg?