«Frankreich ist nicht am Ende, aber es ist die Stunde für einen Schub oder des Niedergangs gekommen», sagte Noyer am Donnerstag im Radiosender Europe 1. Notwendig seien «gute Reformen» und ein «unerschütterliches» Festhalten am Sparkurs. Noyer bedauerte, dass die französische Regierung erst 2017 die Neuverschuldung wieder unter die EU-Obergrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bringen will, wie sie es am Mittwoch angekündigt hatte. «Man kann nicht endlos Defizite anhäufen», sagte der Zentralbankchef.
In Frankreich sorgen stagnierendes Wachstum und hohe Arbeitslosigkeit dafür, dass sich die Schere zwischen den Einnahmen und den Ausgaben des Staates nicht schließt. Die sozialistische Regierung senkte am Mittwoch erneut auch ihre Prognose für das Wachstum der zweitgrößten Wirtschaftsnation der Eurozone auf nur 0,4 Prozent im laufenden Jahr. Für 2015 rechnet der Finanzminister weiterhin mit 1,0 Prozent Wirtschaftswachstum.
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