«Smileys am Eingang von Restaurants – was für eine komische Idee», erklärte Verbraucherschutz-Staatssekretärin Carole Delga am Freitag. Eine solche Maßnahme sei in einem am Donnerstag von der Nationalversammlung endgültig verabschiedeten Landwirtschafts- und Lebensmittelgesetz nicht vorgesehen. Delga reagierte damit auf einen Vorstoß der französischen Lebensmittelaufsicht (DGAL).
Die Behörde macht sich dafür stark, nach den Besuchen ihrer Kontrolleure je nach Hygienestandard Smileys an Restaurants anzubringen. «Das ist eine Praxis, die schon in einigen Ländern existiert», sagte DGAL-Chef Patrick Dehaumont zu Wochenbeginn und nannte Dänemark, New York und Shanghai als Vorbilder. Er wolle das System ab dem kommenden Jahr in einer Region oder einem Département testen.
Transparenz
Auch in Deutschland gibt es Forderungen, das Smiley-System einzuführen. Unter anderem macht sich die Verbraucherorganisation Foodwatch – unterstützt von mehreren Promi-Köchen – dafür stark, die Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen zu veröffentlichen. Kunden sollen so darüber informiert werden, wie es in einem Restaurant um die Hygiene bestellt ist. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga lehnt eine solche Offenlegung aber ab.
Er argumentiert, sie beruhe nur auf einer Momentaufnahme, sei stark vereinfachend und stelle Restaurants an den Pranger. Ein in Frankreich am Donnerstag endgültig beschlossenes Gesetz schreibt zwar Transparenz bei den Ergebnissen der Lebensmittelkontrollen vor. Staatssekretärin Delga betonte aber am Freitag, über die «Modalitäten ihrer Veröffentlichung» stehe in dem Gesetz nichts. Dies solle in Abstimmung mit der Gastronomie-Branche festgelegt werden.
Zu Demaart
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