Donnerstag22. Januar 2026

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Früher als gedacht in Zentraleuropa

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Der moderne Mensch siedelte einer Studie zufolge früher in Zentraleuropa als bisher angenommen.

Moderne Menschen haben einer internationalen Studie zufolge Zentraleuropa früher besiedelt und sich die Region über einen längeren Zeitraum hinweg mit den Neandertalern geteilt als bisher angenommen. Dies habe eine Analyse von Steinwerkzeugen ergeben, die bei Neuausgrabungen in der Fundstätte der Venus von Willendorf in Österreich entdeckt worden seien, teilte das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie am Montag mit.

Forscher des Instituts und der University of Cambridge konnten die Werkzeuge demnach der archäologischen Kultur des Aurignacien zuordnen, die generell als Indiz für die Präsenz moderner Menschen gilt. Sie datierten die Werkzeuge auf ein Alter von etwa 43.500 Jahren, also älter als andere bekannte Fundstücke aus dieser Kultur.

Eine Untersuchung des Bodens ergab den Angaben zufolge darüber hinaus, dass damals ein kühles Klima vorherrschte und in der steppenähnlichen Landschaft Nadelholzwälder entlang der Flusstäler wuchsen. Die Experten fanden auch heraus, dass frühe moderne menschliche Siedler, die aus den wärmeren Landschaften Südeuropas kamen, gut an verschiedene klimatische Bedingungen angepasst waren.