Donnerstag22. Januar 2026

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«Frankreich lässt sich nicht erpressen»

«Frankreich lässt sich nicht erpressen»
(Reuters)

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Frankreichs Premier Manuel Valls lehnt Verhandlungen mit den Islamisten ab, die einen Franzosen in Algerien entführt haben, um Paris zur Einstellung seiner Luftangriffe auf die IS zu nötigen.

«Frankreich lässt sich nicht erpressen», sagte Frankreichs Regierungschef Manuel Valls am Dienstag dem Sender Europe 1. Es werde keine Diskussion und keine Verhandlungen geben.

Zur Frage weiterer Luftangriffe französischer Kampfflieger auf Stellungen der Sunnitenmiliz Islamischer Staat (IS) im Irak sagte Valls, Frankreich sei eine große Nation, die ihre Verantwortung völlig ernst nehme. Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian bestätigte am Dienstagabend im Fernsehsender France 2, dass Frankreich weitere Angriffe auf IS-Stellungen fliegen werde.

Morddrohungen gegen Franzosen

Das Außenministerium in Paris bestätigte am Montagabend die Existenz eines Videos der Islamisten. Darin droht eine Jund al-Khilafa genannte Gruppe mit der Ermordung der Geisel, wenn Frankreich nicht seine Militärschläge gegen die IS-Miliz im Irak einstelle. Laut Ministerium zeigen die Drohungen der Terroristen die Grausamkeit der IS-Miliz.

Der 55-Jährige soll am Sonntag in einer bergigen Region bei Tizi Ouzou etwa 110 Kilometer östlich von Algier gekidnappt worden sein. Es werde alles getan, um den Franzosen zu finden, hieß es in Paris. Am Abend sicherte Präsident François Hollande dem algerischen Premierminister Abdelmalek Sellal volle Unterstützung zu.

Frankreich im Visier von Terroristen

Im Namen der IS-Terrormiliz waren bereits zwei US-Journalisten und ein britischer Entwicklungshelfer ermordet worden. Davon stellten die Terroristen Videos mit Enthauptungsszenen ins Internet.

Der IS hat zum Mord an Menschen aus Ländern aufgerufen, die im Irak militärisch gegen die Miliz vorgehen. Frankreich fliegt seit Freitag Lufteinsätze gegen Stellungen der Extremisten in dem Land.