Montag19. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Mehr Fahrgäste in den Zug locken

Mehr Fahrgäste in den Zug locken
(Tageblatt/Didier Sylvestre)

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Mit einem neuen Zug will die CFL vor allem Grenzgänger zum öffentlichen Transport in Richtung Luxemburg locken. In Wasserbillig wurde ein neuer Triebwagen vorgestellt.

Insgesamt acht neue Züge sind seit Juni im Besitz der CFL. Der Kostenpunkt eines Triebwagens: 7,5 Mio. Euro. Die Züge stammen aus der Baureihe KISS (komfortabler, innovativer, spurtstarker S-Bahn-Zug). Vor knapp vier Jahren, genauer am 7. Oktober 2010, hat die CFL bei der Firma Stadler acht doppelstöckige Züge in Auftrag gegeben. Man will weiterhin auf die zentrale Rolle des Schienentransports im öffentlichen Transport setzen. Vor allem was den regionalen und grenzüberschreitenden Verkehr angeht, sind diese Triebwagen von großer Bedeutung.

«In den vergangenen zehn Jahren ist die Passagierzahl, was den Schienentransport anbelangt, um 50 Prozent angestiegen», erklärt CFL-Generaldirektor Marc Wengler. Das Ziel ist jedoch, weiterhin auf den öffentlichen Transport zu setzen und vor allem große Strecken mit der Bahn zurückzulegen, um die Feinverteilung dann mit Bussen zu gewährleisten.

Im Stundentakt

Bis 2018 hat man sich ein Ziel gesetzt: im halbstündigen Takt die Nordstrecke zu fahren. In Richtung Süden wurde das Angebot bereits verbessert. Auch will man, so Marc Wengler, auf die Qualität das Transportmittels und der komfortablen Fahrt Wert legen. «Die neuen KISS-Züge fügen sich optimal in unsere Flotte ein», erklärt Wengler. Seit Juni dieses Jahres wurden die neuen Triebwagen getestet und sie werden ab heute auf der Strecke zwischen Luxemburg und Trier eingesetzt.

Ab dem 14. Dezember werden die Triebwagen im Stundentakt auf der Strecke Luxemburg-Trier-Koblenz verkehren. In Koblenz wird die Anbindung an das deutsche Fernverkehrsnetz hergestellt. Luxemburg soll dann als Drehkreuz der Großregion nach Lüttich, Brüssel, Straßburg und Paris dienen.

Mehr Fahrgäste

In den kommenden fünf Jahren will die Regierung etwa eine Milliarde Euro in den Schienentransport investieren. «Wo heute noch in etwa 3.000 Passagiere täglich mit dem Zug fahren, wollen wir in nächster Zukunft, dass diese Zahl auf 8.000 Fahrgäste ansteigt. Es ist aber vor allem wichtig, dass wir grenzüberschreitende Transporte anbieten, um den Verkehr auf unseren Autobahnen zu verringern», erklärte Nachhaltigkeitsminister François Bausch am Montag. Die neuen Triebwagen würden genau dies tun. Die Zielgruppe sind vor allem Pendler, neben Touristen und Shopper.

Insgesamt bieten die dreiteiligen und doppelstöckigen Triebwagen Sitzplätze für 284 Fahrgäste, davon 29 in der ersten Klasse. Auf einem Info-Display werden die kommenden Haltestellen mit der fahrplanmäßigen Ankunftszeit angezeigt. Steckdosen bieten in der 1. und in der 2. Klasse die Gelegenheit, Laptop oder Mobiltelefon aufzuladen. Zudem sollen Videokameras für die nötige Sicherheit für Passagier und Personal sorgen.

Ein Wickeltisch

Die großen und breiten Einstiegsbereiche mit Einstiegsrampen sollen vor allem den Fahrgäste dienen, die mit Kinderwagen oder mit dem Fahrrad reisen. Auch wurde speziell darauf geachtet, dass der Zug behindertengerecht eingerichtet ist. Im Sonderabteil ist Platz für drei Rollstühle und bis zu 24 Fahrräder. Einer von zwei Toilettenräumen ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität eingerichtet und enthält einen Wickeltisch.