Ein langer Sitzungsabend mit 33 Punkten auf der Tagesordnung hatte der Gemeinderat Echternach am Montagabend vor sich. Der sicherlich für die Abteistadt interessanteste Punkt betraf einen PAP am Marktplatz, der u.a. den Abriß der Bauruine «Petite Marquise» mit anschließendem Neubau vorsah. Der Schöffenrat ist überzeugt, endlich auf dem guten Weg zu sein, auch wenn es bis zum Baubeginn noch ein paar Monate dauern wird.
18 Jahre hat es gedauert, bis Bewegung in das Streitobekt Mitten in Echternach kam. Einstimmig wurde der Bebauungaplan angenommen. Die Bagger werden voraussichtlich Mitte 2015 rollen. Dann werden wohl auch die Archäologen ein Wörtchen mitreden.
Original oder Nachbau
Das 45,12 a große Areal umfasst die früheren Hôtels «À la Petite Marquise» und «Commerce». Die Fassade der «Petite Marquise» soll erhalten bleiben, falls die Bausubstanz dies erlaubt. Sonst wird sie abgerissen und originalgetreu nachgebaut. Die Fassade der «Petite Portugaise» mit ihren Fenster- und Türsteinen (18. Jahrhundert) wird in das Projekt integriert. Der Rest der Bauruine wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
Neben 15 bis 30 Wohnungen können hier Restaurants, Büros, ärtzliche Praxen usw. eingerichtet werden. Garagen sind im ersten Untergeschoss eingeplant. Die Entscheidung über den Bau eines zweiten Untergeschosses steht noch aus.
Seniorengerechtes Wohnen
Die Fassade und der Garten des ehemaligen «Hôtel du Commerce» bleiben erhalten. Bis zu 25 seniorengerechte Wohnungen sind vorgesehen. Diese sollen zum Verkauf angeboten werden. Im Erdgeschoss sieht das Projekt Geschäfte, Cafés, Restaurants und einen großen Saal für Veranstaltungen vor.
Zu Demaart
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