Protest kostest Geld. Auch nackter Protest will finanziert sein. Am Dienstagabend trat Femen-Aktivistin Inna Shevchenko auf einer Marketinveranstaltung in Luxemburg auf. Dabei sprach sie vor rund 300 Zuschauern über den politischen Körpereinsatz der Protestgruppe. Einen Busenblitzer gab es nicht.
Die aus der Ukraine stammende Gruppe sieht sich als «Stoßtrupp des Feminismus». Mit ihren barbusigen Aktionen könnten sie größere Aufmerksamkeit erzielen als angezogen, verteidigen sich die «Sextremistinnen» gegen Kritik. Gegner meinen, die Frauen setzten mehr auf Effekte denn auf Inhalte. Gegründet 2008, wurde Femen mit Oben-ohne-Attacken gegen Sextourismus bei der Fußball-EM 2012 europaweit bekannt.
In Frankreich hatten sie zuletzt im Pariser Grévin-Museum die Wachsfigur von Russlands Staatschef Wladimir attackiert. Mit einem Holzpfahl hatten sie im Juni auf das Abbild eingeschlagen und dabei «Putin Diktator» gerufen.
During the speech on Femen at a conference in Luxembourg infront of 300 listeners i asked feminists to raise up hands. Only 10 did
— inna shevchenko (@femeninna) 7. Oktober 2014
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