Im September haben 134 Menschen einen Asylantrag in Luxemburg gestellt. Das sind 15 mehr als im Vorjahreszeitraum 2013, so am Donnerstag das Außenministerium in einer Mitteilung. Seit Januar haben 766 Menschen in Luxemburg einen Antrag auf Asyl gestellt. Letztes Jahr waren es im selben Zeitraum 785 Personen.
Die meisten Asylbeweber kommen im September aus dem Kosovo (20), gefolgt von Bosnien-Herzegowina (19), Montenegro (18) und Albanien (17). Aus dem Kriegsgebiet Syrien wurden elf Menschen gezählt, aus der Krisenregion Ukraine fünf Personen. Aus dem Irak stellten drei Flüchtlinge einen Antrag. Aus Afrika kommen die meisten Asylanten aus Nigeria (8), Tunesien (6) und Algerien (4).
In diesem Jahr wurden bisher die meisten Anträge von Personen aus dem Kosovo (108) eingereicht, vor Bosnien-Herzegowina (105), Montenegro (99), Albanien (92), Syrien (64) und Serbien (37).
Nur zehn dürfen bleiben
Lediglich zehn Menschen wurden im September als Flüchtlinge anerkannt. 38 Personen kehrten in ihr Heimatland zurück, 36 davon freiwillig. Dreizehn Personen wurden in das Land abgeschoben in das sie zuerst in die EU eingereist waren. Jeweils drei Person wurden so nach Italien und nach Deutschland gebracht, jeweils zwei Asylanten wurden nach Belgien, nach Österreich und in die Schweiz abgeschoben. Eine Person wurde in die Niederlande zurückgebracht. Aus den Niederlanden, Belgien und der Schweiz kam jeweils ein Flüchtling nach Luxemburg.
Grundlage für diese Abschiebungen ist das Dublin-III-Abkommen der EU-Mitgliedsstaaten. Laut diesem Abkommen muss der Asylantrag in dem Land gestellt werden, in dem der Flüchtling in die Europäischen Union eingereist ist.
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