Von Oktober bis Ostern (O bis O) – so lautet die Faustregel für die Phase, in der Autos auf Winterreifen unterwegs sein sollten. Natürlich ist dabei auch die aktuelle Wetterlage ausschlaggebend. Im Winter sind spezielle Winterreifen aufgrund ihrer auf kalte Temperaturen ausgelegten Materialmischung klar die bessere Wahl und bei Schnee- und Eisglätte per Straßenverkehrsordnung sogar vorgeschrieben – sonst muss das Auto stehen bleiben. Die saisonalen Reifen bieten in der passenden Jahreszeit jeweils den optimalen Grip.
Zur Erinnerung
Wer mit seinem Fahrzeug in Luxemburg unterwegs ist, muss bei Glatteis, Schnee, Tauwetter und Raureif dem Wetter angepasste Reifen an seinem Wagen haben. Darunter sind Reifen mit der Kennzeichnung „M+S“ zu verstehen. Wer in eine Kontrolle gerät und bei entsprechenden Witterungsbedingungen keine passenden Reifen montiert hat, muss eine Strafe von 74 Euro zahlen.
Auch wenn gesetzlich nur eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vorgeschrieben ist, empfehlen die Experten für Winterreifen mindestens vier Millimeter Restprofil. Mit jedem Millimeter weniger nimmt die Bodenhaftung – und damit Fahrstabilität und Bremsstärke des Fahrzeugs – deutlich ab.
Auswuchten für mehr Sicherheit
Die Automobilhersteller empfehlen zudem, die Räder bei jedem Wechsel auswuchten zu lassen. Schon eine Unwucht von zehn Gramm wirkt sich bei der Fahrt spürbar aus. Es kommt zu Mehrverschleiß an Auto und Reifen sowie Lenkrad-Vibrationen.
Zu den zuverlässigsten Reifen zählen die sogenannten UHP- (Ultra-High-Performance) und Runflat-Reifen, auf denen bereits zahlreiche Fahrzeuge unterwegs sind. Gerade bei UHP- und Runflat-Reifen ist es aber enorm wichtig, die Montage einem qualifizierten Profi zu überlassen, denn sie erfordern nicht nur spezielle Werkstattausrüstung, sondern auch besonders sensiblen Umgang bei der Montage.
Auch Fahrzeuge, die serienmäßig mit einem Reifendruck-Kontrollsystem ausgestattet sind – und das müssen aufgrund eines neuen EU-Gesetzes alle ab 1. November neu zugelassenen Pkws, Geländewagen und Wohnmobile sein –, erfordern besondere Ausstattung und spezielles Knowhow beim Reifenwechsel und gehören deshalb unbedingt in die Hände des Reifenfachmanns. Zudem steigt im Herbst das Risiko von Wildunfällen um ein Mehrfaches an, deshalb sollte man zur Dämmerungszeit sehr vorsichtig und mit gedrosseltem Tempo durch Waldgebiete fahren.
Feuchtes Laub und schlechte Sicht
Da die Tage im Herbst kürzer werden, sind die Tiere aktiver zu den Zeiten, in denen die Leute zur Arbeit fahren bzw. von der Arbeit kommen. Taucht ein Tier vor dem Wagen auf, sollte man sofort versuchen, zu bremsen. Sollte dies nicht klappen, wird geraten, die Scheinwerfer abzublenden und zu hupen. Auf keinen Fall sollte man versuchen, auszuweichen, da so das Risiko eines Unfalls deutlich erhöht wird.
Neben dem Wildwechsel erschweren jedoch auch die Straßenverhältnisse im Herbst das Autofahren. Fahrbahnen werden durch feuchtes Laub oder Kastanien in gefährliche Rutschbahnen verwandelt, aber auch Windböen und schlechte Sichtverhältnisse können für Autofahrer zum Problem werden.
Deshalb raten Experten, von Herbst bis Frühjahr auch tagsüber das Licht anzuschalten. Nebelschwaden behindern meist in tiefer gelegenen Landstrichen die Sicht. Bei Nebel gibt es nur eine vernünftige Lösung, um gesund ans Ziel zu kommen, und die heißt Fuß vom Gas. Wenn die Sicht unter 50 Meter fällt, sollte man nicht schneller als 50 km/h fahren.
Zu Demaart
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