Am Sonntag trafen sich Vertreter von Vereinigungen und Außenminister aus über 60 Ländern, um über den Aufbau des Gazastreifens zu debattieren und nach Lösungen für den israelisch-palästinensischen Konflikt zu suchen. Israel hatte im Juli und August mehr als 5000 Ziele in dem Palästinensergebiet angegriffen, um den Raketenbeschuss der Hamas einzudämmen. Die militanten Palästinenser feuerten 4500 Raketen auf Israel ab. Mehr als 2100 Palästinenser und mehr als 70 Israelis wurden in dem 50-tägigen Krieg getötet. 18000 Häuser wurden zerstört oder beschädigt.
" class="infobox_img" />Der Luxemburger Minister sprach auch mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas. (SIP)
Der Luxemburger Außenminister Jean Asselborn betonte am Sonntag in Kairo, dass die Eskalation der Gewalt in Gaza das Resultat der humanitären Misere und der Blockade der Region durch Israel gewesen sei. Alle Provokationen müssten sofort enden, so Asselborn. Die palästinensische Bevölkerung verdiene es, in Würde und in Frieden zu leben. Asselborn forderte von Israel die sofortige Aufhebung der Blockade von Gaza.
Die Gelegenheit nutzen
Der Wiederaufbau der zerbombten Region sei eine gute Gelegenheit, eine Stadt zu schaffen, wo Palästinenser all das vorfinden, was sie zum Leben und für die wirtschaftliche Entwicklung brauchen, so der Luxemburger Minister. Er gebe auch Israel die Möglichkeit, ein neues System zu schaffen, das ihrem Sicherheitsbedürfnis Rechnung trägt, ohne die ganze Region zu isolieren.
Jean Asselborn rief die Palästinenser zur Einigkeit auf. Er sprach sich noch einmal mit Nachdruck für die Zweistaatenlösung aus. Nur so könne der Konflikt langfrstig gelöst werden. Er übte in diesem Zusammenhang heftige Kritik an den Siedlungsprojekten Israels in der Region. Die Schaffung von 2.610 Wohnungen in Givat HaMatos sei eine Bedrohung für die Zweistaatenlösung mit Jerusalem als Hauptstadt beider Länder, so Asselborn.
Asselborn bestätigte am Sonntag das Engagement Luxemburgs beim Wiederaufbau des Gazastreifens. Zwischen 2008 und 2010 habe Luxemburg 21 Millionen an humanitärer Hilfe für Palästina bereitgestellt, erinnerte der Minister. Seit 2008 wurde die Hilfe erhöht. Insgesamt wurden seit 2007 58 Millionen Euro für Hilfsprojekte in Palästina bereitgestellt. Zwei Drittel des Betrags floss nach Gaza. Während des Kriegs hatte das Großherzogtum 750.000 Euro an Direkhilfe an die im Gazastreifen aktiven NGOs überwiesen.
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