Der Vorwurf gegen den österreichischen Unternehmer und Waffenfabrikant: Diebstahl, Betrug und Geldwäsche. Die ehemalige Gattin verlangt 500 Millionen Dollar (393 Millionen Euro) Schadenersatz, weil Gaston aus dem gemeinsamen Familieneigentum riesige Summen in die eigenen Tasche abgezwackt haben soll.
Gaston Glock ist in Luxemburg kein Unbekannter. Er stand in den 90er Jahren an der Spitze von sogenannten Schachtelfirmen, die ihre Gelder weltweit (von Hongkong bis zu den Bermuda-Inseln) angelegt hatten. Für diese Konstruktionen war der Luxemburger Charles Ewert (besser bekannt unter dem Spitznamen „Panama-Charly“) zuständig, dem Glock vorgeworfen hatte, bei diesen Finanzoperationen 100 Millionen Dollar unterschlagen zu haben.
Am 27. Juli 1999 hatte der von Ewert gedungene französische Auftragskiller Jacques Pêcheur dem Waffenfabrikanten, laut seinen ehemaligen Mitarbeitern ein «bad guy», in einer Tiefgarage in Luxemburg-Stadt aufgelauert und mit sieben Hammerschlägen schwer verletzt. Glock überlebte, Pêcheur wurde am 12. März von einem Luxemburger Gericht zu 17 Jahren, Ewert zu 20 Jahren Freiheitsentzug verurteilt.
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