In der Nacht zum 31. Oktober wurde in der Avenue Gaston Diederich in Luxemburg-Stadt ein junger Mann in seiner Wohnung von Tätern mit Clown-Masken überfallen. Das Opfer wurde verletzt und unter anderem am Oberkörper (vorne) mit 18 Stichen genäht. Gestohlen wurde nichts. Das Handy des Opfers wurde allerdings zerstört, eine Fensterscheibe ging zu Bruch.
Außer dass noch immer ermittelt wird, weiß weder Polizei noch Staatsanwaltschaft etwas Neues in dem Fall. Ein Untersuchungsrichter sei befasst, Klage gegen Unbekannt läuft wegen Hausfriedensbruch, Körperverletzung und Freiheitsberaubung, heißt es.
Schweigen
Nun hatte aber das Opfer, nach dem Angriff Ende letzter Woche zwei Fotos von seinen Wunden auf seinem Facebook-Account veröffentlicht … was für viel Aufregung und auch Presseartikel sorgte. Das Tageblatt versuchte gleich am vergangenen Freitag über Facebook das Opfer zu kontaktieren. Der 22-Jährige sei derzeit aber nicht in der Lage sich zu äußern, so der Vater des Opfers am Mittwoch: «Außerdem wurde ihm von der Polizei nahegelegt, sich nicht zu äußern,» so der Vater weiter.
Seiner Meinung nach sei der Facebook-Post ein Fehler gewesen («jetzt wird er auch noch Opfer eines Shitstorms»), auch die Ordnungshüter seien alles andere als erfreut gewesen, so der Vater weiter: «Aber mein Sohn sagte mir, er wolle nicht, dass diese Tat unter den Teppich gekehrt werde.»
Shitstorm
Zum Tathergang sagt der Vater folgendes: «Er wurde überwältigt, gefesselt, sein Kopf gegen die Wand geschlagen. Dann wurde ihm sein T-Shirt ausgezogen, mit einem Gegenstand – er weiß nicht ob Messer oder etwas anderes – die Wunden zugefügt. Drei Täter waren es sicher, er glaubt es sei auch noch ein Vierter in der Wohnung gewesen.»
Der Vater zeigt sich nicht erfreut über den Shitstorm in den sozialen Netzwerken und Medien. Thema: die Verletzungen könnten selbst zugefügt worden sein.
Lieferwagen
In der Avenue Gaston Diederich scheint man sehr wachsam zu sein. An den drei Tagen vor der Tat habe ein unbekannter weißer Lieferwagen mit französischen Erkennungstafeln in der Straße geparkt; das sei auch von Nachbarn bestätigt worden. Nach der Tat wurde der Lieferwagen nicht mehr gesehen.
Zu Demaart











Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können