Mit einem Urteil des Bezirksgerichts Luxemburg von Montag ist das Schicksal des Unternehmens Assya Asset Management S.A. besiegelt worden. Das Gericht ordnete die Auflösung des Unternehmens an. Die Vermögenswerte von Assya Asset Management werden verkauft, so das Urteil. Als Insolvenzverwalter wurden bereits Anick Wolff und Laurent Fisch ernannt. Das teilten die Justizbehörden am Montag in einer Pressemeldung mit.
Assya Asset Management S. A. hatte Ende Oktober beim Handelsgericht in Luxemburg Antrag auf Zahlungsaufschub gestellt. Damit verschaffte sich das Unternehmen Luft bei allen Zahlungsaufforderungen, bis eine definitive Entscheidung durch die Luxemburger Finanzaufsicht in diesem Fall gefällt wurde. Das Unternehmen gehörte zum Finanzkonstrukt Leyne, Strauss-Kahn und Partners S.A. (LSK). Ex-IWF-Chef Dominque Strauss-Kahn war an LSK sowie an Assya Asset Management S.A. beteiligt. Assya hatte bereits am 24. April 2014 alle Zahlungen eingestellt.
Lebensversicherer fordert Millionen von LSK
Zusammen mit LSK und Thierry Leyne wurde Assya Asset Management vom Bezirksgericht Luxemburg zu einer Zahlung von 2 Millionen Euro an den Versicherer Bâloise-Vie Luxembourg verurteilt. Der Versicherer hatte seit dem Sommer seine Anteile an LSK zurückgefordert. LSK habe zu hohe Risiken bei seiner Investitionspolitik eingegangen, hieß es.
Am 7. November erklärte das Bezirksgericht Luxemburg LSK und seine beide Tochterfirmen Assya Partners und First Partners S.A. für zahlungsunfähig.
Zu Demaart
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