Donnerstag29. Januar 2026

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Mehr Geld für die Chefs als für den Fiskus

Mehr Geld für die Chefs als für den Fiskus

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Die großen US-Firmen zahlen einer Studie zufolge angeblich ihren Chefs mehr, als dem US-Fiskus. Die Unternehmen beklagen jedoch "Ungenauigkeiten" in der Studie.

Sieben der 30 größten Konzerne in den Vereinigten Staaten haben laut einer Studie im vergangenen Jahr mehr Geld an ihre Chefs als an den US-Fiskus gezahlt. Zu den in der am Dienstag veröffentlichten Untersuchung der Politikinstitute Institute for Policy Studies und Center for Effective Government genannten Firmen gehören der Flugzeugbauer Boeing, die Autohersteller Ford und General Motors, die Großbanken JPMorgan und Citigroup, der Telekomriese Verizon sowie der Energiekonzern Chevron.

Die Konzerne entlohnten ihre Chefs demnach im Schnitt mit 17,3 Millionen Dollar (rund 13,8 Millionen Euro). Zusammen hätten die Unternehmen 74,4 Milliarden Dollar Gewinn erwirtschaftet, davon aber in den USA keinen Cent an den Staat abgeführt. Im Gegenteil: Wegen Steuervergünstigungen erhielten sie Rückzahlungen von insgesamt fast 1,9 Milliarden Dollar.

Die Untersuchung berücksichtigte nicht die im Ausland und auf lokaler Ebene gezahlten Steuern. Die Autoren der Studie beklagten «erhebliche Schwachstellen» im US-Steuersystem, die es großen Unternehmen ermöglichten, sich ihren Pflichten für die Allgemeinheit zu entziehen. Citigroup betonte hingegen, sich an alle Gesetze in den USA zu halten. Außerdem stellte die Bank klar, dass sie zwar keine Unternehmenssteuer, aber mehr als 95 Millionen Dollar an Grundsteuern und anderen Abgaben gezahlt habe. Auch Verizon warf den Autoren vor, einen «ungenauen» Bericht vorgelegt zu haben.